SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – thoughts by an actress


Ein Kommentar

Live dabei: Die ZDF-Fernsehrat-Pressekonferenz vom 19.9.14

Der ZDF-Fernsehrat tagt normalerweise in Mainz, aber einmal im Jahr kommt er in Berlin zusammen; letzte Woche, am 18. und 19. September, war es wieder einmal soweit. Auf der anschließenden Pressekonferenz äußerten sich Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Fernsehrats, und ZDF-Intendant Thomas Bellut u.a. zu zwei Themen, über die ich erst kürzlich gebloggt habe (Fernsehen: der öffentliche Anspruch): zur Manipulation der Ratingshow DEUTSCHLANDS BESTE und zur Berichterstattung rund um die Fußball WM der Männer 2014. Auch die gendermäßig unausgeglichene Besetzung im fiktionalen Bereich kam kurz zur Sprache. Na gut, zugegeben, ich war bei der PK und hatte die Herren auf die letzten beiden Punkten angesprochen.

Thomas Bellut, ZDF Intendant, u. Ruprecht Polenz, Vors. d. ZDF-Fernsehrats. 19.9.14. Foto: SchspIN

Thomas Bellut, ZDF Intendant, u. Ruprecht Polenz, Vors. d. ZDF-Fernsehrats. 19.9.14. Foto: SchspIN

Bellut (links) und Polenz (rechts) agierten auf der Pressekonferenz abwechselnd und in größtmöglichem Einvernehmen. Gute Stimmung ist ja nicht schlecht, trotzdem frage ich mich, warum Herr Bellut überhaupt bei der Fernsehratpressekonferenz dabei war, denn im Rat ist er als Intendant nicht Mitglied. Der Fernsehrat stellt Richtlinien auf, berät den Intendanten in Programmfragen und nimmt seinen Tätigkeitsbericht ab. Fernsehrat und Intendanz sind also formal gesehen zwei völlig unterschiedliche Instanzen.
Und so begann die einstündige Pressekonferenz: [Weiterlesen - Read On]


Ein Kommentar

FFA: Kaum Filme von Regisseurinnen? – German Filmfunding: No Piece of Cake for the Women?

English Version follows German.

FFA Filmförderung 2011 bis 2014. Gerade wurden die dritten Förderentscheide 2014 der FFA veröffentlicht – der Vergabeausschuss tagte am 2. und 3. September. Wie viele programmfüllende Filmprojekte aus dem Spielfilm-, Dokumentar- und Animationsbereich wurden gefördert? Wie viele Filme sind von Regisseurinnen, wie viele von Regisseuren, und wie viel Geld bekamen die beiden Gruppen im Schnitt?

FFA_2014_3_dtDie Grafik zeigt, dass mehr als ¾ der Fördergelder an Filme von Regisseuren gingen. Diese hatten knapp ¾ der [Weiterlesen - Read On]


Ein Kommentar

Und nach zwölf Wochen ….. / Twelve Weeks Later….

English Version follows German.

Neulich habe ich darüber gebloggt, dass ich wieder mit dem Laufen angefangen habe (Die Sache mit Bavaria und den Schuhen) und vergangenen Sonntag war es soweit: ich nahm – nach gut 50 Trainingsläufen – am 7. September an meinem ersten offiziellen 5 km-Volkslauf teil: dem 3. Tierparklauf in Berlin.
Mein Teampartner und ich starteten im 5 km Generationenlauf EE, was bedeutet, dass wir zwei Erwachsene mit einem Altersabstand von mindestens 16 Jahren waren, die beide gleichzeitig die 5 km liefen. Hier sind wir vor dem Rennen, mit den Zeitmesschips am Schuh.
Schspin_SchuheTLWir hatten mehrere Ziele: Spaß haben, verletzungsfrei bleiben, die Siegzeit vom letzten Jahr einholen (54:04 min), ich wollte zum ersten Mal unter 30 min. laufen und mein Teampartner unter 22 min. bleiben.
Das hier ist die Strecke, mitten [Weiterlesen - Read On]


Ein Kommentar

Fernsehen: der öffentliche Anspruch – The Standards for Public Broadcasting

English Version follows German.

Heute geht es um die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, ihren im Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebener Auftrag und die Rundfunkräte, die dessen Umsetzung überwachen sollen. Ist sichergestellt, dass die Programme von ARD und ZDF dem öffentlichen Anspruch gerecht werden? Es wird die Zusammensetzung des ZDF-Fernsehrats betrachtet, und dazu drei ZDF-Beispiele: SPORT, MORD und SHOW.

„Und so etwas wird mit meinen GEZ-Gebühren finanziert?”  – diese Frage haben bis vor kurzem die meisten von uns sicher schon mal gehört oder gestellt. Seit dem 1. Januar 2013 heißt es nun: „Und so etwas wird mit meinem Rundfunkbeitrag finanziert?“ oder „Dürfen die Sender das überhaupt?“

Die gesetzlichen Grundlagen

Grundsätzlich gelten natürlich auch für die Macher/innen in den Rundfunkanstalten das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Pressefreiheit, die Freiheit für Kunst und das Verbot der Zensur (Art. 5 Grundgesetz / GG). Im Speziellen regeln weitere Gesetze und Vorschriften das Fernsehgeschehen, allen voran  [Weiterlesen - Read On]


Hinterlasse einen Kommentar

David Bowie ist Linkshänder – Gropius Bau 2 years ahead of V & A

Heute geht es um die Londoner David Bowie Ausstellung in Berlin, ein Interview mit ihm aus dem Jahr 2000 und eine Fotostory von meinem Ausstellungsbesuch. Weil David Bowie Brite ist gibt es zuerst die englische, die deutsche Fassung folgt im Anschluss. 

David Bowie: Martin Gropius Bau Berlin 2 years ahead of the Victoria & Albert Museum, London

Today’s text it about the David Bowie exhibition that started in London and was shown in Berlin this year, an interview with Bowie from 2000 and a photo story of my visit of the exhibition. Since Bowie is British we start with English today, the German version follows after that.

The international exhibition David Bowie was shown in Berlin’s Martin Gropius Bau from May 20 to August 24, 2014. It “retraced the carriere of this exceptional artist, investigated his kreative process as a music performer and cultural icon and demonstrated his multifaceted stylistic changes and reinventions. The progressive spirit of Bowie is reflected by the comprehensive audio-visual orchestration of the exhibition, that merges sound and vision to a very special experience“. (a quote from the website of the David Bowie exhibition).

Among other things David Bowie is [Weiterlesen - Read On]


2 Kommentare

Im Gespräch mit Männern – It’s a Men’s Radio World?

English Version follows German.

Bereits zwei Mal habe ich über die samstagvormittägliche Radiosendung IM GESPRÄCH von Deutschlandradio Kultur gebloggt, über die Themen und über die Verteilung der weiblichen und männlichen Gäste. (Wer spricht im Radio? und Radionachlese 2013: Im Gespräch). Die Sendung ist live und dauert zwei Stunden, es gibt ein Thema, eine Moderatorin oder einen Moderator, ein bis zwei Expert/innen zu Gast und die Möglichkeit für das Publikum, sich mit Fragen und Anmerkungen per Telefon oder Email zu beteiligen.

Heute gibt es eine Auswertung der Sendungen im ersten Halbjahr 2014, der die  beiden Halbjahre 2013 gegenübergestellt werden. (Es gibt leider keine Übersicht über die Samstagssendungen mehr, sie sind nun mit den Werktagssendungen IM GESPRÄCH zusammen gefasst,  die aber anders ablaufen, das sind Interviews einer Person.)
Das Ergebnis zeigt, dass der Frauenanteil unter den als Expert/innen geladenen Gästen noch weiter zurück gegangen ist. Der Familie, die zum Samstagsfrühstück diese gebührenfinanzierte Radiosendung hört, wird eine Welt der Experten, eine Welt fast ohne Expertinnen präsentiert, egal zu welchem Thema.

1. Halbjahr 2013: Verhältnis 1 : 1,6
2. Halbjahr 2013: Verhältnis 1 : 3
1. Halbjahr 2014: Verhältnis 1 : 4,5 [Weiterlesen - Read On]


Hinterlasse einen Kommentar

Leseempfehlung: “Der Unterschied als Aufmerksamkeitsgarant?” – Recommended Reading: “Difference as an Attention Guarantor?”

Gerade habe ich auf der Seite Leidmedien den Text Krimi und Inklusion – Behinderung als Spannungselement? von Anne Haage, wissenschaftlicher Mitarbeiterin an der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund, entdeckt.  Haage  bespricht eine 16-seitige Studie von Prof. Ingo Bosse (ebenfalls TU Dortmund)  über “Behinderung in den Krimiserien Tatort und Polizeiruf 110“, für die er alle Erstausstrahlungen in diesen Reihen von 1999 bis 2009 auswertete.
Anne Haages Text ist eine gute Zusammenfassung (hier noch mal der Text), der vollständige Fachbeitrag von Ingo Bosse ist im Text verlinkt (und findet sich hier). Beides sehr lesenswerte Artikel.
Leidmedien.de – Über Menschen mit Behinderungen berichten ist ein Projekt der Sozialhelden Berlin.

Unfortunately there is no real English Version today, since I am recommending another German text (by Anne Haage) on characters with disabilities in German cop and crime TV shows and their contribution to the suspense of the plots. Anne Haage is describing an investigation by Prof. Ingo Bosse (Technical University of Dortmund), in which he evaluated all TATORTE and POLIZEIRUF 110’s between 1999 and 2009. To quote from the English summary at the beginning of his German article Difference as an Attention Guarantor:
Disability is a topic of high importance in both series and is shown in a multi-facetted way. Although the disabled figures show a more positive characterization, there is no one-sided ascription. Nevertheless the narrations deal with stereotypes, but they are particularly exposed as those.”

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 56 Followern an