SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – thoughts by an actress


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Im Gespräch mit Männern – It’s a Men’s Radio World?

English Version follows German.

Bereits zwei Mal habe ich über die samstagvormittägliche Radiosendung IM GESPRÄCH von Deutschlandradio Kultur gebloggt, über die Themen und über die Verteilung der weiblichen und männlichen Gäste. (Wer spricht im Radio? und Radionachlese 2013: Im Gespräch). Die Sendung ist live und dauert zwei Stunden, es gibt ein Thema, eine Moderatorin oder einen Moderator, ein bis zwei Expert/innen zu Gast und die Möglichkeit für das Publikum, sich mit Fragen und Anmerkungen per Telefon oder Email zu beteiligen.

Heute gibt es eine Auswertung der Sendungen im ersten Halbjahr 2014, der die  beiden Halbjahre 2013 gegenübergestellt werden. (Es gibt leider keine Übersicht über die Samstagssendungen mehr, sie sind nun mit den Werktagssendungen IM GESPRÄCH zusammen gefasst,  die aber anders ablaufen, das sind Interviews einer Person.)
Das Ergebnis zeigt, dass der Frauenanteil unter den als Expert/innen geladenen Gästen noch weiter zurück gegangen ist. Der Familie, die zum Samstagsfrühstück diese gebührenfinanzierte Radiosendung hört, wird eine Welt der Experten, eine Welt fast ohne Expertinnen präsentiert, egal zu welchem Thema.

1. Halbjahr 2013: Verhältnis 1 : 1,6
2. Halbjahr 2013: Verhältnis 1 : 3
1. Halbjahr 2014: Verhältnis 1 : 4,5 [Weiterlesen - Read On]


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Leseempfehlung: “Der Unterschied als Aufmerksamkeitsgarant?” – Recommended Reading: “Difference as an Attention Guarantor?”

Gerade habe ich auf der Seite Leidmedien den Text Krimi und Inklusion – Behinderung als Spannungselement? von Anne Haage, wissenschaftlicher Mitarbeiterin an der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund, entdeckt.  Haage  bespricht eine 16-seitige Studie von Prof. Ingo Bosse (ebenfalls TU Dortmund)  über “Behinderung in den Krimiserien Tatort und Polizeiruf 110“, für die er alle Erstausstrahlungen in diesen Reihen von 1999 bis 2009 auswertete.
Anne Haages Text ist eine gute Zusammenfassung (hier noch mal der Text), der vollständige Fachbeitrag von Ingo Bosse ist im Text verlinkt (und findet sich hier). Beides sehr lesenswerte Artikel.
Leidmedien.de – Über Menschen mit Behinderungen berichten ist ein Projekt der Sozialhelden Berlin.

Unfortunately there is no real English Version today, since I am recommending another German text (by Anne Haage) on characters with disabilities in German cop and crime TV shows and their contribution to the suspense of the plots. Anne Haage is describing an investigation by Prof. Ingo Bosse (Technical University of Dortmund), in which he evaluated all TATORTE and POLIZEIRUF 110’s between 1999 and 2009. To quote from the English summary at the beginning of his German article Difference as an Attention Guarantor:
Disability is a topic of high importance in both series and is shown in a multi-facetted way. Although the disabled figures show a more positive characterization, there is no one-sided ascription. Nevertheless the narrations deal with stereotypes, but they are particularly exposed as those.”


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Film: Frauengewerke, Männergewerke? – Filmcrafts: Some with Women, Some with Men?

English Version follows German.

Heute geht es um 32 Teampositionen am Filmset und 2 Positionen vor der Kamera. Anhand der Datenbankeinträge von Crew United werden Frauen- und Männeranteile in den unterschiedlichen Bereichen einer Filmproduktion ausgewertet (8 Grafiken in einer Bildergalerie am Ende des Textes).

Crew United
Crew united entstand 1996 und wurde 5 Jahre später als crew united, Lutz und Zenglein GbR gegründet, mit dem Ziel, „eine Internetplattform zu schaffen, die Freelancern ermöglicht, sich und Ihre Qualifikationen darzustellen und so potentielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen.“ Daneben bietet Crew United aber auch eine umfassende Datenbank für Film- und Fernsehproduktionen mit deutscher Beteiligung, in deutscher und englischer Sprache.
CrewUtdDas Logo – Kopf mit Käppi und Hand mit Megaphon – entwickelte der Illustrator und Grafiker Robert Oschließ  1997. Zum Relaunch 2003 wurde es von Jana Cerno komplett überarbeitet.

Auf Crew United-Einträge greife ich oft zurück, wenn ich Film- und Fernsehproduktionen vor und hinter der Kamera auswerte, da dort fast alle aktuellen Projekte aufgenommen sind. Ein Nachteil: die Dateneinträge beruhen auf Freiwilligkeit, was zur Folge hat, dass Stab- und Besetzungslisten unterschiedlich ausführlich erfasst sind. Auch die [Weiterlesen - Read On]


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SchspIN in Motion: Teil 1: Die Grundlagen (The Basics)

Yes, this is the beginning of the new branch SchspIN in Motion. Unfortunately only the German version of the Basics episode will be published today, the English version will follow soon,  probably in a week or two. Sorry about the delay.

Ostern hatte ich es bereits angekündigt, und ein kurzes Video gibt es auch schon auf der About-Seite, aber heute geht die Reihe SchspIN in Motion richtig an den Start mit Teil 1: DIE GRUNDLAGEN.
(Und an der technischen Qualtität wird weiter gearbeitet).

To begin at the beginning / Anfangen, wo es anfängt. (Dylan Thomas: UNDER MILK WOOD).

 

 


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Die Sache mit Bavaria und den Schuhen – Write a Blog and Ride a Porsche

English Version follows German.

Der heutige Blogtext ist eine Antwort auf die mehrfach geäußerte Bitte „Schreib doch auch mal was Persönliches!“.
Na gut, ich versuch’s mal.

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Termin in der Besetzungsabteilung der Bavaria Fernsehproduktion in München bei Gwendolyn Clayton. Spontan gesellte sich Clayton’s Castingkollegin Silke Klug-Bader dazu.

Bavaria Fernsehproduktion. München. Foto: SchspIN

Bavaria Fernsehproduktion. München. Foto: SchspIN

Es wurde ein langes, produktives und kurzweiliges Dreiergespräch, in dem wir [Weiterlesen - Read On]


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Kunst oder Kommerz 2013: Vor der Kamera – Give me Art, Give me Money 2013: In Front of the Camera

English Version follows German.

Vor ein paar Wochen hatte ich es angekündigt: heute geht es um Besetzungen, d.h. um Frauen und Männer vor der Kamera in kommerziell erfolgreichen bzw. preiswürdigen deutschen Kino- und Fernsehproduktionen. Hierfür untersuchte ich vier Gruppen von Filmen aus dem Jahr 2013: Die Top 20 Kassenerfolge im Kino, die 20 Nominierungen zum Deutschen Filmpreis, die Top 20 Fernsehfilme mit den höchsten Quotenerfolge TV, und die 17 Nominierungen zum Grimmepreis, also insgesamt 97 Filme.
Die Filmtitel – nebst Regie und Produktionsfirmen – gibt es hier: Der 4 Filmgruppen-Vergleich 2013.

Fragestellung:
Ausgewertet habe ich die Frauen- und Männeranteile für den Gesamtcast sowie die Haupt-, Neben- und erstgenannten Rollen. Außerdem habe ich den Rollenquozienten [Weiterlesen - Read On]


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Was ist DAS denn für ein Titel? – What kind of a Title is THAT?

English Version follows German.

In meinem letzten Blogttext Nähmaschinen! Wir brauchen Nähmaschinen! habe ich den ,deutschen’ Verleihtitel (WE WANT SEX) für MADE IN DAGENHAM kritisiert, und halb im Scherz als Alternative DIE AUTOFRAUEN VON DAGENHAM vorgeschlagen. Daraus entspann sich dieser Trialog:

twitter_FilmnamenNatürlich ist es schwer, Titel zu übersetzen, die einen regionalen Bezug haben (wie bei MADE IN DAGENHAM der Fall), oder ein Wortspiel oder eine Redewendung enthalten (wie z.B. DER BEWEGTE MANN oder A LEAGUE OF THEIR OWN)

Aber es gibt auch Filmtitel, die [Weiterlesen - Read On]

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