SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – thoughts by an actress


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Film: Frauengewerke, Männergewerke? – Filmcrafts: Some with Women, Some with Men?

English Version follows German.

Heute geht es um 32 Teampositionen am Filmset und 2 Positionen vor der Kamera. Anhand der Datenbankeinträge von Crew United werden Frauen- und Männeranteile in den unterschiedlichen Bereichen einer Filmproduktion ausgewertet (8 Grafiken in einer Bildergalerie am Ende des Textes).

Crew United
Crew united entstand 1996 und wurde 5 Jahre später als crew united, Lutz und Zenglein GbR gegründet, mit dem Ziel, „eine Internetplattform zu schaffen, die Freelancern ermöglicht, sich und Ihre Qualifikationen darzustellen und so potentielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen.“ Daneben bietet Crew United aber auch eine umfassende Datenbank für Film- und Fernsehproduktionen mit deutscher Beteiligung, in deutscher und englischer Sprache.
CrewUtdDas Logo – Kopf mit Käppi und Hand mit Megaphon – entwickelte der Illustrator und Grafiker Robert Oschließ  1997. Zum Relaunch 2003 wurde es von Jana Cerno komplett überarbeitet.

Auf Crew United-Einträge greife ich oft zurück, wenn ich Film- und Fernsehproduktionen vor und hinter der Kamera auswerte, da dort fast alle aktuellen Projekte aufgenommen sind. Ein Nachteil: die Dateneinträge beruhen auf Freiwilligkeit, was zur Folge hat, dass Stab- und Besetzungslisten unterschiedlich ausführlich erfasst sind. Auch die [Weiterlesen - Read On]


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SchspIN in Motion: Teil 1: Die Grundlagen (The Basics)

Yes, this is the beginning of the new branch SchspIN in Motion. Unfortunately only the German version of the Basics episode will be published today, the English version will follow soon,  probably in a week or two. Sorry about the delay.

Ostern hatte ich es bereits angekündigt, und ein kurzes Video gibt es auch schon auf der About-Seite, aber heute geht die Reihe SchspIN in Motion richtig an den Start mit Teil 1: DIE GRUNDLAGEN.
(Und an der technischen Qualtität wird weiter gearbeitet).

To begin at the beginning / Anfangen, wo es anfängt. (Dylan Thomas: UNDER MILK WOOD).

 

 


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Die Sache mit Bavaria und den Schuhen – Write a Blog and Ride a Porsche

English Version follows German.

Der heutige Blogtext ist eine Antwort auf die mehrfach geäußerte Bitte „Schreib doch auch mal was Persönliches!“.
Na gut, ich versuch’s mal.

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Termin in der Besetzungsabteilung der Bavaria Fernsehproduktion in München bei Gwendolyn Clayton. Spontan gesellte sich Clayton’s Castingkollegin Silke Klug-Bader dazu.

Bavaria Fernsehproduktion. München. Foto: SchspIN

Bavaria Fernsehproduktion. München. Foto: SchspIN

Es wurde ein langes, produktives und kurzweiliges Dreiergespräch, in dem wir [Weiterlesen - Read On]


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Kunst oder Kommerz 2013: Vor der Kamera – Give me Art, Give me Money 2013: In Front of the Camera

English Version follows German.

Vor ein paar Wochen hatte ich es angekündigt: heute geht es um Besetzungen, d.h. um Frauen und Männer vor der Kamera in kommerziell erfolgreichen bzw. preiswürdigen deutschen Kino- und Fernsehproduktionen. Hierfür untersuchte ich vier Gruppen von Filmen aus dem Jahr 2013: Die Top 20 Kassenerfolge im Kino, die 20 Nominierungen zum Deutschen Filmpreis, die Top 20 Fernsehfilme mit den höchsten Quotenerfolge TV, und die 17 Nominierungen zum Grimmepreis, also insgesamt 97 Filme.
Die Filmtitel – nebst Regie und Produktionsfirmen – gibt es hier: Der 4 Filmgruppen-Vergleich 2013.

Fragestellung:
Ausgewertet habe ich die Frauen- und Männeranteile für den Gesamtcast sowie die Haupt-, Neben- und erstgenannten Rollen. Außerdem habe ich den Rollenquozienten [Weiterlesen - Read On]


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Was ist DAS denn für ein Titel? – What kind of a Title is THAT?

English Version follows German.

In meinem letzten Blogttext Nähmaschinen! Wir brauchen Nähmaschinen! habe ich den ,deutschen’ Verleihtitel (WE WANT SEX) für MADE IN DAGENHAM kritisiert, und halb im Scherz als Alternative DIE AUTOFRAUEN VON DAGENHAM vorgeschlagen. Daraus entspann sich dieser Trialog:

twitter_FilmnamenNatürlich ist es schwer, Titel zu übersetzen, die einen regionalen Bezug haben (wie bei MADE IN DAGENHAM der Fall), oder ein Wortspiel oder eine Redewendung enthalten (wie z.B. DER BEWEGTE MANN oder A LEAGUE OF THEIR OWN)

Aber es gibt auch Filmtitel, die [Weiterlesen - Read On]


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Nähmaschinen! Wir brauchen Nähmaschinen! – Rights, not Privileges! It’s that easy.

English Version follows German.

“Es geht um Rechte, nicht um Privilegien! So einfach ist das.”

Heute stehen zwei Filme über nähende Frauen im Mittelpunkt, die auf historischen Figuren und wahren Begebenheiten beruhen. Es sind keine Dokumentar- sondern Spielfilme, entsprechend viel wird dazugedichtet. Auffällig indes die Unterschiede: im einen Fall gewinnen die Figuren und die Zeit an Tiefe, im anderen Fall wird die Hauptfigur und ihr Lebenswerk durch die Zudichtung kleiner gemacht.

  • MADE IN DAGENHAM (deutscher Titel WE WE WANT SEX, UK 2010) erzählt die Geschichte der 187 Autositz-Näherinnen im größten Fordwerk Großbritanniens (Dagenham), die 1968 erfolgreich gegen eine Einstufung als „ungelernt“ und für eine gerechtere Bezahlung kämpften. Dieser Arbeitskampf führte zwei Jahre später indirekt zum Equal Pay Act, dem britischen Lohngleichheitsgesetz.
  • Der Fernsehfilm MARGARETE STEIFF (D 2005) handelt vom Leben der schwäbischen Stofftiernäherin und Unternehmerin Margarete Steiff (1847-1909). Er beginnt, als sie 10 Jahre alt ist, und endet mit der Leipziger Spielwarenmesse 1903, auf der Steiff mit dem 55 PB, dem ersten beweglichen Stoffbären (,Teddybär’), ihr weltweiter Durchbruch gelingt.

“Ich bin bei meiner Mutter aufgewachsen, ich und meine Brüder. Sie hat ihr Leben lang gearbeitet und unsere Tante Lil dafür bezahlt, tagsüber auf uns aufzupassen. Und es war schwer für sie. Besonders weil sie in der Fabrik nur die Hälfte von dem bekam, was die Kerle bekamen, für dieselbe Arbeit. Aber es stand nie an, dass sich das jemals änden könnte. Nicht für sie. Es muss endlich mal jemand dafür sorgen, dass diese Ausbeuterschweine nicht mehr damit durchkommen, nach all diesen Jahren.”
Das antwortet Vorarbeiter / Gewerkschafter Albert Passingham (gespielt von dem großartigen, traurigerweise vor einigen Tagen verstorbenen Bob Hoskins) in dem Film MADE IN DAGENHAM auf die Frage, warum [Weiterlesen - Read On]


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Der 4 Filmgruppen-Vergleich 2013 – Comparing 4 Groups of Films from 2013

English Version follows German.

Vor ungefähr einem Jahr habe ich unter dem Titel „Kunst und Kommerz, wo arbeiten die Filmfrauen“ insgesamt 68 Filme aus dem Jahr 2012 gegenübergestellt:

  • die Gesamtheit der für den Deutschen Filmpreis 2013 in allen Kategorien nominierten Kinofilme aus dem Jahr 2012, das sind 17
  •  die Gesamtheit der für den Grimmepreis in allen Kategorien im Bereich Fiktion (ohne Serien) nominierten Fernsehproduktionen – das sind auch wieder 17
  • die Top 17 an den deutschen Kinokassen 2012 (deutsche Filme)
  • die Top 17 der 2012 TV-Charts, d.h. die deutschen fiktionalen Formate mit den höchsten Quoten

Diese 4 x 17 Filme hatte ich in zwei Folgen untersucht: [Weiterlesen - Read On]

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