SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


Ein Kommentar

Vier A-Festivals: 6-Gewerke-Check – Crew Count for 4 Film Festivals

English Version follows German.

Heute gibt es den 6-Gewerke-Check für die Wettbewerbsfilme von vier A-Festivals 2013: Internationale Filmfestspiele Berlin (D), Festival de Cannes (F), Festival del Film Locarno (CH) und Mostra internazionale d’arte cinematografica di Venezia (I). Die insgesamt 79 aktuellen,  internationalen Filmproduktionen sind überwiegend Spielfilme, in Locarno und Venedig liefen jeweils zwei Dokumentarfilme im Wettbewerb, und in Venedig außerdem der Animationsfilm Kaze Tachinu von Hayao Miyazaki. In Venedig gewann erstmals ein Dokumentarfilm den Goldenen Löwen: Sacro GRA (Regie: Gianfranco Rosi).
Wie leider zu erwarten gibt es bei allen vier Wettbewerben in den 6 Gewerken Regie, Drehbuch, Produzent/in, Kamera, Ton und Schnitt einen Männeranteil von mehr als 50 %, wobei die Festivals hierbei deutliche Unterschiede aufweisen. In keinem Wettbewerb erhielt der Film einer Regisseurin die Auszeichnung als Bester Film oder für die Beste Regie, kein Preis ging an eine Drehbuchautorin oder Kamerafrau.
In der Grafik sind noch zwei weitere Werte erfasst: der Mittelwert aus diesen 4 Filmfestivals für jedes Gewerk, das ist die Raute mit der gestrichelten Linie, und der Deutscher Filmpreis, d.h. der 6-Gewerke-Check für die 17 Filme, die in den Nominierungen zum Deutschen Filmpreis 2013 vorkamen, der vermutlich am ehesten vergleichbarer Wert aus Deutschland für kulturell bedeutsame Filme (ausführlicher beschrieben hier: Kunst oder Kommerz, wo arbeiten die Filmfrauen?). Bei Regie (30 %) und Schnitt (60 %) sieht es deutlich [Weiterlesen – Read On]


8 Kommentare

Wer spricht im Radio? – Listening to the Radio

English Version follows German.

Es gibt Spannenderes als immer nur Bananen zum Frühstück…

Der Verein ProQuote hat gerade neue Zahlen zur Männerquote in den Medien veröffentlicht: 98% Chefredakteure im Printbereich, 82% TV-Chefs, 78% Online-Chefredakteure, 54% Hörfunkchefredakteure.
Im Radio sieht es also noch am besten aus. ,Meine’ Samstagvormittagssendung  „Im Gespräch“ (Deutschlandradio Kultur) wird beispielsweise gleichermaßen von Frauen und Männern moderiert. Aber kaum geht es an die geladenen Gäste, findet sich leider schon wieder das 2:1-Verhältnis: doppelt so viele Männer wie Frauen sprechen als Fachleute zum Radiopublikum. Wie kommt das? Muss das sein? Und hat es irgendwelche Auswirkungen?

Samstag vormittags höre ich regelmäßig die Radiofeuilleton-Reihe „Im Gespräch“ vom Deutschlandradio Kultur (= DKultur). Die geht so: Ein oder (meistens) zwei Gäste werden als Expert/innen zum Thema der Sendung eingeladen, manchmal vertreten sie konträre Standpunkte, manchmal kommen sie einfach auch nur aus verschiedenen (Arbeits-)Bereichen und ergänzen sich. Dazu gibt es eine Moderatorin oder einen Moderator, und außerdem können sich die Hörer/innen per Telefon oder Email mit Fragen bzw. Anmerkungen am Gespräch beteiligen.
Die Themen und Diskussionen sind  (für mich) mal mehr mal weniger interessant, mal unterhaltlich, mal unerfreulich, wie das eben so ist.
In den letzten Wochen habe ich auf einmal den Eindruck, [Weiterlesen – Read On]