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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Grimmepreisnominierungen – Check – Nominations for German TV Awards

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Kurz und knapp: ein Check der 17 fiktionalen Grimmepreisnominierungen 2014 

Zum Wochenende gibt es ein paar bunte Bildchen: es geht los mit dem erweiterten 6-Gewerke-Check der Nominierungen zum Grimmepreis 2014 im Wettbewerb Fiktion / Einzelsendungen, die diese Woche bekannt gegeben wurden, und zwei Größen zur Besetzung.
Die Auswertung ging diesmal recht schnell, da die Seite vom Grimmeinstitut die meisten Zahlen aufführt. Interessanterweise wird an erster Stelle das Drehbuch genannt, danach erst die Regie. Die Produzent/innen werden nicht genannt (die habe ich aus der Crew United Datenbank), dafür gab es Angaben zu den Redakteur/innen, die ich erstmals in einer SchspIN-Auswertung einbeziehe. Der schnelle Besetzungscheck untersucht die erstgenannten Rollen und die Geschlechterverteilung im auf der Grimmepreisseite genannten Hauptcast.
Grimme_2014_dGestern las ich die schwedische Schlagzeile „Männen dominerar filmbranschen i  Norden“, ähnliches  gilt auch hier, das viele Pink sticht schon ziemlich in die Augen – was aber auch an der Einstellung meines Monitors liegen kann. [Weiterlesen – Read On]


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ZDF Fernsehfilme der Woche 2013 – TV Movies of the Week on ZDF 2013

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ZDF Fernsehfilme der Woche 2013

Kurzfassung: eine Analyse der Rollen- und Altersverteilung nach Geschlechtern von den 46 Filmen der ZDF-Reihe „Fernsehfilm der Woche“ 2012. Wieder einmal gibt es deutlich mehr und ältere Männer- als Frauenrollen. Ein Hoffnungsschimmer: mehr als 50 % der Besetzungslisten werden von Schauspielerinnen angeführt.

Montags um 20.15 Uhr läuft im Zweiten Programm regelmäßig der Fernsehfilm der Woche. Allerdings, wer denkt, in dieser Reihe werden keine Krimi gesendet, täuscht sich, denn tatsächlich gab es 2013 bei den 46 Filmen dieser Rubrik einen 3/4 Anteil von Krimis und Thrillern. Die Filme wurden – mal wieder – sehr mehrheitlich von Männern inszeniert, der Frauenanteil in der Regie lag bei 9 % (im Regieverband ist der Anteil 24 %, in der Abbildung links mit der kleinen grünen Raute dargestellt) und bei den Drehbüchern sind die entsprechenden Frauenanteile 35 % (Fernsehfilme) und 40 % (VDD).

FFilm13_RegBu_Gen_dDas bedeutet, dass nur jede 3. Geschichte von einer Frau geschrieben wurde und weniger als jede 10. von einer Frau filmisch umgesetzt wurde.
Ist das schlimm? Erzählen alle Männer Geschichten komplett anders als es alle Frauen tun würden? Natürlich nicht. Aber natürlich ist so ein Ungleichgewicht natürlich auch nicht. Es wäre [Weiterlesen – Read On]


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Die Geduld der Frauen… – Women’s Patience…

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Die Geduld der Frauen ist die Macht der Männer

Am Mittwoch Abend fand im Grünen Salon der Volksbühne Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wer spielt im deutschen Fernsehen eine Rolle? Frauenbild zwischen Fernsehrealität und Wirklichkeit“ statt, veranstaltet von WIFT Germany.
Unter der Moderation von Dr. Sylvia Nagel (Regisseurin und Produzentin, ProQuote) diskutierten sehr engagiert, kompetent und unterhaltlich Dr. Christine Otto (Drehbuchautorin, VDD), Käthe Niemeyer (Regisseurin), Winka Wulff (Film- und Fernsehproduzentin, Polyphon) und Anja Dihrberg (Casting Director, BVC).
Ich war auch dabei mit Zahlen und Gedanken aus diesem Blog – und werde in nächster Zeit noch einmal ausführlicher über die Veranstaltung berichten. Heute nur der Hinweis auf das MEDIENMAGAZIN von Radioeins RBB mit Jörg Wagner, der morgen (Samstag 25.1.) zwischen 18 und 19 Uhr Ausschnitte der Diskussion und Interviews senden wird.
Ansonsten noch ein anderer Gedanke. Und zwar las ich am Tag danach auf Twitter eine Kritik an der Zusammensetzung des Panels.
VeraLi_Maenner2Ich bin sehr dafür, dass Fernseh- oder sonstige Männer dieses  Thema öffentlich diskutieren, in Panels sitzen und sich positionieren. Unbedingt.
Auch diesen Mittwoch [Weiterlesen – Read On]


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25 Spielfilme in der Lola-Vorauswahl – 25 Films preselected for the German Film Awards

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Vor ein paar Tagen wurde von der Deutschen Filmakademie die Vorauswahl für die diesjährigen Deutschen Filmpreise bekannt gegeben, eine Jury hatte aus allen angemeldeten deutschen Kinofilmen des letzten Jahres eine Reihe programmfüllender Spielfilme, Kinderfilme und Dokumentarfilme ausgewählt, dazu wurde noch eine kleine Anzahl von Einzelleistungen nachbenannt (d.h. diese Filme sind nicht für eine Nominierung in allen Kategorien angemeldet).
Aus dieser Vorauswahl wird nun per grob gewerkeweiser Abstimmung unter den Mitgliedern der Filmakademie die Nominiertenliste ermittelt, und daraus dann die Preisträger/innen gewählt.

Ich habe für heute die 25 vorausgewählten programmfüllenden Spielfilme im 6-Gewerke-Check ausgewertet, d.h. jeweils für Regie, Drehbuch, Produzent/in, Kamera, Ton und Schnitt den prozentualen Frauenanteil ausgerechnet. Nein, in 7 Gewerken, Szenenbild kam noch dazu. In der Datenbank von crew united sind gut die Hälfte aller in den aufgenommenen Filmproduktionen tätigen Szenenbildleute Frauen (53,4 %). Im Berufsverband beträgt der Frauenanteil 32,5 %. Der Berufsverband hieß seit der Gründung 1983 SFK Verband der Szenenbildner, Filmarchitekten und Kostümbildner, er wurde im August 2013 umbenannt in  VSK Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild – eine gute Entscheidung!

Die Filme: Gewerke ohne Frauen / ohne Männer?

Abbildung 1 zeigt Klassen, von links nach rechts [Weiterlesen – Read On]


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Um Himmels Willen, die TV-Quoten! – For Heaven’s Sake, Look at the Ratings!

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UM HIMMELS WILLEN (ARD) war die erfolgreichste deutsche Fernsehserie 2013, wie schon im Jahr zuvor. Diesmal mit durchschnittlich 6,6 Mio. Zuschauer/innen pro Folge, 2012 waren es 7,1 Mio. Erfolgreichste Serie ist definiert als die mit den hochgerechnet angeblich höchsten, durchschnittlichen Fernsehpublikumszahlen.
Eigentlich wollte ich die komplette Serie, 156 Folgen in 12 Staffeln, hinter der Kamera (6-Gewerke-Check) und vor ihr (Haupt- und Nebenrollen) auswerten, aber leider ist das zur Verfügung stehende Datenmaterial sehr lückenhaft. Deshalb stattdessen ein paar Gedanken zu Einschaltquoten. Es gibt sie, aber sie sollten nicht zu wichtig genommen werden.

Wozu brauchen wir diese Statistiken? Helfen sie uns, Fernsehsendungen auszuwählen bzw. den Sendern, ihr Programm es zusammenzustellen? Wird eine Sendung besser oder schlechter durch die (Kenntnis der) Einschaltquoten? Hängt die Zukunft einer [Weiterlesen – Read On]