SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


5 Kommentare

Kunst oder Kommerz 2013: Vor der Kamera – Give me Art, Give me Money 2013: In Front of the Camera

English Version follows German.

Kunst oder Kommerz 2013: Vor der Kamera

Vor ein paar Wochen hatte ich es angekündigt: heute geht es um Besetzungen, d.h. um Frauen und Männer vor der Kamera in kommerziell erfolgreichen bzw. preiswürdigen deutschen Kino- und Fernsehproduktionen. Hierfür untersuchte ich vier Gruppen von Filmen aus dem Jahr 2013: Die Top 20 Kassenerfolge im Kino, die 20 Nominierungen zum Deutschen Filmpreis, die Top 20 Fernsehfilme mit den höchsten Quotenerfolge TV, und die 17 Nominierungen zum Grimmepreis, also insgesamt 97 Filme.
Die Filmtitel – nebst Regie und Produktionsfirmen – gibt es hier: Der 4 Filmgruppen-Vergleich 2013.

Fragestellung:

Ausgewertet habe ich die Frauen– und Männeranteile für den Gesamtcast sowie die Haupt-, Neben- und erstgenannten Rollen. Außerdem habe ich den Rollenquozienten [Weiterlesen – Read On]


9 Kommentare

Was ist DAS denn für ein Titel? – What kind of a Title is THAT?

English Version follows German.

In meinem letzten Blogttext Nähmaschinen! Wir brauchen Nähmaschinen! habe ich den ,deutschen’ Verleihtitel (WE WANT SEX) für MADE IN DAGENHAM kritisiert, und halb im Scherz als Alternative DIE AUTOFRAUEN VON DAGENHAM vorgeschlagen. Daraus entspann sich dieser Trialog:

twitter_FilmnamenNatürlich ist es schwer, Titel zu übersetzen, die einen regionalen Bezug haben (wie bei MADE IN DAGENHAM der Fall), oder ein Wortspiel oder eine Redewendung enthalten (wie z.B. DER BEWEGTE MANN oder A LEAGUE OF THEIR OWN)

Aber es gibt auch Filmtitel, die [Weiterlesen – Read On]


3 Kommentare

Nähmaschinen! Wir brauchen Nähmaschinen! – Rights, not Privileges! It’s that easy.

English Version follows German.

Zwei Näherinnenfilme – Dokumentarische Fiktion oder Schmonzettisierung?

„Es geht um Rechte, nicht um Privilegien! So einfach ist das.“

Heute stehen zwei Filme über nähende Frauen im Mittelpunkt, die auf historischen Figuren und wahren Begebenheiten beruhen. Es sind keine Dokumentar- sondern Spielfilme, entsprechend viel wird dazugedichtet. Auffällig indes die Unterschiede: im einen Fall gewinnen die Figuren und die Zeit an Tiefe, im anderen Fall wird die Hauptfigur und ihr Lebenswerk durch die Zudichtung kleiner gemacht.

  • MADE IN DAGENHAM (deutscher Titel WE WE WANT SEX, UK 2010) erzählt die Geschichte der 187 Autositz-Näherinnen im größten Fordwerk Großbritanniens (Dagenham), die 1968 erfolgreich gegen eine Einstufung als „ungelernt“ und für eine gerechtere Bezahlung kämpften. Dieser Arbeitskampf führte zwei Jahre später indirekt zum Equal Pay Act, dem britischen Lohngleichheitsgesetz.
  • Der Fernsehfilm MARGARETE STEIFF (D 2005) handelt vom Leben der schwäbischen Stofftiernäherin und Unternehmerin Margarete Steiff (1847-1909). Er beginnt, als sie 10 Jahre alt ist, und endet mit der Leipziger Spielwarenmesse 1903, auf der Steiff mit dem 55 PB, dem ersten beweglichen Stoffbären (,Teddybär’), ihr weltweiter Durchbruch gelingt.

Made in Dagenham. UK 2010

„Ich bin bei meiner Mutter aufgewachsen, ich und meine Brüder. Sie hat ihr Leben lang gearbeitet und unsere Tante Lil dafür bezahlt, tagsüber auf uns aufzupassen. Und es war schwer für sie. Besonders weil sie in der Fabrik nur die Hälfte von dem bekam, was die Kerle bekamen, für dieselbe Arbeit. Aber es stand nie an, dass sich das jemals änden könnte. Nicht für sie. Es muss endlich mal jemand dafür sorgen, dass diese Ausbeuterschweine nicht mehr damit durchkommen, nach all diesen Jahren.“ Das antwortet Vorarbeiter / Gewerkschafter Albert Passingham (gespielt von dem großartigen, traurigerweise vor einigen Tagen verstorbenen Bob Hoskins) in dem Film MADE IN DAGENHAM auf die Frage, warum [Weiterlesen – Read On]


2 Kommentare

Der 4 Filmgruppen-Vergleich 2013 – Comparing 4 Groups of Films from 2013

English Version follows German.

Der 4 Filmgruppen-Vergleich 2013

Vor ungefähr einem Jahr habe ich unter dem Titel „Kunst und Kommerz, wo arbeiten die Filmfrauen“ insgesamt 68 Filme aus dem Jahr 2012 gegenübergestellt:

  • die Gesamtheit der für den Deutschen Filmpreis 2013 in allen Kategorien nominierten Kinofilme aus dem Jahr 2012, das sind 17
  •  die Gesamtheit der für den Grimmepreis in allen Kategorien im Bereich Fiktion (ohne Serien) nominierten Fernsehproduktionen – das sind auch wieder 17
  • die Top 17 an den deutschen Kinokassen 2012 (deutsche Filme)
  • die Top 17 der 2012 TV-Charts, d.h. die deutschen fiktionalen Formate mit den höchsten Quoten

Diese 4 x 17 Filme hatte ich in zwei Folgen untersucht: [Weiterlesen – Read On]