SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


Ein Kommentar

Methodik: Schäfchen Zählen ist leicht – Methodology: And Dream of Sheep

English Version follows German.

Letzten Monat war ich auf Einladung von Prof. Dr. Elizabeth Prommer (Institut für Medienforschung an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock) im Forschungskolloquium im MA-Studiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft, um über meine SchspIN-Arbeit zur Situation vor der Kamera zu berichten. Mein Vortrag hieß „Schäfchen Zählen ist leicht“ und ging der Frage nach, wie Film- und Fernsehrollen bzw. Schauspieler*innen in einer Produktion erfasst und aussagekräftig statistisch ausgewertet werden können. Dieser Vortrag ist die Grundlage für den heutigen Text, der außerdem drei Beispiele (einen Fernsehfilm, einen Kurzfilm und eine Gender-Filmstudie) beleuchtet.
Besetzungen lassen sich schwerer auswerten als beispielsweise Gewerke; im Gegensatz zu Angaben wie Regie, Drehbuch, Kamera, Kostüm, Casting u.a.m. eines Films werden vollständige Besetzungslisten nicht veröffentlicht, es gibt vielleicht 18 bis 25 unterschiedlich große Sprechrollen, aber außer der Produktion und den an ihr Beteiligten kennt niemand diese Liste.

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Schäfchen Zählen ist leichter. Dezember 2016

Das Bild des nächtlich-schlaflosen Schäfchen-Zählens [Weiterlesen – Read On]

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Neues Jahr – Video Clip 1.1.2017 – New Year

English Version follows German.

Ein Gedanke zum Neuen Jahr

2017 kann in der Film- und Fernsehbranche viel passieren. Der Anteil der Regisseurinnen wird – nicht zuletzt Dank der unermüdlichen Arbeit von Pro Quote Regie und anderer Filmfrauen und Zusammenschlüsse – weiter steigen, vielleicht auch der Anteil der Autorinnen. Langfristig wird sich hoffentlich auch etwas an der Fast-Männerexklusivität in den Gewerken Kamera, Beleuchtung und Ton ändern und der Fast-Frauenexklusivität bei Kostüm und Maske, aber das ist ein Thema für ein anderes Jahr.
Und wie wird es vor der Kamera? Werden auch 2017 weiter veraltete Rollenklischees für Männer und Frauen produziert, doppelt so viele Männer wie Frauen zu sehen sein, überwiegend (attraktive) Frauen unter 40, oft ohne erkennbaren Beruf, die weniger eigenständige Figur sondern Frau, Mutter, Schwester, Tochter oder Geliebte einer männlichen (Haupt-)Figur sind? Werden weiter Vorbilder und Identifikationsfiguren für Mädchen und Frauen fehlen?
Oder wird sich das endlich verändern?

Ohne die Drehbücher / die Geschichten grundsätzlich zu verändern, können durch den NEROPA-Check (siehe http://neropa.stieve.com/) Frauenanteil und Frauenvielfalt im fiktionalen Film und Fernsehen erhöht werden. Das ist ein erster Schritt, den jede Produktion [Weiterlesen – Read On]