SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts

Die Empirie schlägt zurück – STAR WARS – Empiricism Strikes Back

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English Version follows German.

Heute geht es um zwei Star Wars Filme und ihre Besetzung, den allerersten, der 1977 als STAR WARS in die Kinos kam (und 1981 um den Untertitel „Teil IV – EINE NEUE HOFFNUNG“ ergänzt wurde) und den bislang zuletzt erschienenen Teil VII, DAS ERWACHEN DER MACHT, aus dem Jahr 2015. Die Fotos heute sind von ARS, die Figuren und Auswertungen von SchspIN.

STAR WARS und die Rollen

Das erste Bild zeigt alle Sprechrollen und die prozentuale Aufteilung des gesprochenen Textes – je weiter vorne eine Figur steht desto mehr Text hat sie im Film. Wie immer sind die weiblichen Figuren in hellblau, die männlichen in pink. schspin_star-wars-1Zwei Männer bei 18 % und eine Frau bei 15 % – nein, das sind nicht Luke, Han Solo und Prinzessin Leia aus dem ersten Film der Reihe, sondern Finn, Han Solo und Rey, drei Hauptfiguren aus  DAS ERWACHEN DER MACHT.
Bild 2 zeigt eine relativ vertikale Sicht auf denselben Set, i
n den letzten drei Reihen stehen die Rollen mit weniger als 1 %  Textanteil. Der Frauenanteil insgesamt beträgt knapp 23 %.

THE FORCE AWAKENS - Star Wars VII. Sprechrollen nach %-Anteil am Gesamttext. F = blau, M = pink. Foto: ARS

THE FORCE AWAKENS – Star Wars VII. Sprechrollen nach %-Anteil am Gesamttext. F = blau, M = pink. Foto: ARS

Der allererste STAR WARS (Buch und Regie George Lucas) hatte tatsächlich nur zwei weibliche Sprechrollen (Prinzessin Leia und Lukes Tante Beru). Zwei. In einem Sprechcast von knapp 60 Personen. Insofern sind die 22,9 % für den siebten Teil der Saga schon eine enorme Steigerung, dazu kommt die weibliche Hauptrolle in einem Science Fiction Film. Aber da ich filmisch nicht mit Hollywood sozialisiert wurde löst dies bei mir keine Ekstase aus. Es ist nicht schlecht, aber wieso werden im 21. Jahrhundert weiter Science Fiction Filme gedreht, in dem Frauen nur als Ausnahmeerscheinung vorkommen?

Zurück zur Hauptrollen-Frage. In meinem letzten Text (Schäfchen zählen ist leicht) habe ich u.a. darüber gesprochen, dass es mit einer objektiven Kategorie Hauptrolle so eine Sache ist, und dass die Berühmtheit der Darsteller*innen oder schlicht eine Definition kleinere Rollen zu Hauptfiguren machen können.
Betrachten wir einmal die Besetzung im Filmabspann, die auch dem IMDB-Eintrag zugrunde liegt, dann sehen wir Han Solo, Luke (kein Text, gefühlt eine Szene) und Leia, gefolgt von Kylo Ren, Rey und Finn als die ersten sechs Namen. Gut, die ersten drei, die Held/innen der Ursprungstrilogie, sind Zugpferde. aber selbst nach ihnen kommt nicht direkt Rey. Sie ist aber tatsächlich die erklärte Hauptfigur, das geht u.a. aus Pressetexten und ihrer zentralen Position auf dem Filmplakat hervor. Dass es allerdings vielleicht nicht alle bei Disney ernst mit einer weiblichen Hauptrolle in diesem Filmgenre meinten zeigte sich u.a. daran, dass zunächst keine Rey-Plastikfiguren im Merchandiseangebot vorgesehen waren (in den USA heißen sie action figures).
Ein ähnliches Schicksal erlitt schon Prinzessin Leia beim STAR WARS Start in den späten Siebziger Jahren. Selbst 2014, als wieder einmal neue, alte Star Wars Plastikfiguren auf den Markt kamen, war sie nicht dabei. Es ist nicht zuletzt der britischen Wissenschaftlerin Natalie Wreyford und der von ihr gestarteten #WeWantLeia-Kampagne zu verdanken, dass sie doch noch ihren Spielzeug-Platz – der zuvor an einen namenlosen weißen Soldaten (storm trooper) vergeben worden war – einnehmen konnte.

Wer ist denn nun die Hauptfigur?

Es gibt eine schöne Passage in Woody Allens Film THE PURPLE ROSE OF CAIRO aus dem Jahr 1985, in der sich die Figuren eines Films über die Bedeutung ihrer Rollen unterhalten:

RITA
Tom war der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.

JASON
Das stimmt, obwohl es ja im Grunde meine Geschichte ist.

HENRY
Wie meinst Du das, Deine Geschichte? Es ist die Geschichte der Suche eines Mannes nach Selbstverwirklichung.

JASON
Es ist die Geschichte einer komplexen, gequälten Seele.

RITA
Ach hört doch auf. Es geht darum, welche Auswirkungen Geld auf wahre Liebe hat.

JASON
Ich glaube, um Geld geht es überhaupt nicht.

RITA
Meine Erziehung, mein Reichtum, meine Privatschulen…

HENRY
Ich bin derjenige, der in den Adel einheiratet. Ich bin derjenige, ein demütiger Junge…

RITA
Das interessiert niemanden.

HENRY
Wie meinst Du das, das interessiert niemanden? Sie würden nicht eine einzige Karte verkaufen, wenn der Film von Dir handeln würde…

(Alle reden gleichzeitig)

THE PURPLE ROSE OF CAIRO (1985). Buch und Regie: Woody Allen.

Wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe

Nur mal ein Gedankenspiel: Könnten wir glaubhaft argumentieren, dass Finn (und nicht Rey) die Hauptfigur von ERWACHEN DER MACHT ist? Nicht nur, weil er den meisten Text hat, sondern aufgrund der Handlung (es wäre dann die Geschichte eines Mannes, der – wie sicher in späteren Folgen noch erklärt wird – aus irgendeinem tragischen Grund bei den Bösen landete und Soldat / storm trooper wurde. Und dann desertiert, einem Widerständler (Poe) zur Flucht verhilft, Kumpel von Rey wird, mit ihr rumreist (sie helfen sich gegenseitig), völlig intuitiv ein Lichtschwert halten und damit kämpfen kann, erwachsen wird, Verantwortung übernimmt, ,seine Prinzessin’ retten will usw. usf.? Schon möglich.
Zumal, wenn wir im Hollywoodreporter lesen, wie Schauspieler John Boyega von seiner Besetzung erzählt: „“They wanted to make sure they got the right person for the job. I learned that I got the part over a nice breakfast in Mayfair. J.J. said, ‚John, you’re the new star of Star Wars,‘ and everything froze for a moment.“ (Hervorhebung durch SchspIN: „John, Du bist der neue Star von Star Wars“).

Wohlgemerkt, da steht: der neue Star von Star Wars, nicht: ein neuer Star.
Keine Sorge, ich will nicht die Hauptfigur Rey in Frage stellen, zumal Finn ja auch ein bisschen für den Spaß zwischendurch zuständig ist. Nur – und das zeigt auch die statistische Auswertung des Drehbuchs und des Abspanns – sie ist nicht so eine deutliche Hauptfigur wie es Luke in George Lukas‘ ersten Film war. Die nächsten drei Abbildungen zeigen die Kategorien Text, Sprechszenen und Gesamtszenen und den Anteil, den die jeweiligen Figuren prozentual haben. Dargestellt sind alle Figuren mit mindestens 2 % Anteil (Fotos: ARS):

Finn führt die Kategorien Text und Sprechszenen an, Rey mit größerem Abstand vor Finn die Gesamtszenen. In den Gesamtszenen sind es u.a. deshalb mehr Figuren, weil Chewbacca und BB-8 dazukommen, die zwar sprechen, aber im Drehbuch nicht als Sprechrollen mit Dialogen (mit uähhh bzw. piepbiepiep) aufgeführt sind.
Zum Vergleich
in den nächsten drei Bildern die entsprechenden Auswertungen des ersten Star Wars Films (Fotos: ARS). Luke führt in allen Kategorien, und zwar sehr deutlich. Das könnte Zeichen dafür sein, dass einer Heldin nicht so viel Handlungsraum und Bedeutung zugestanden wird wie dem Helden einer Geschichte.

Im entsprechenden IMDB-Eintrag, der auch wieder der Abspann-Namensfolge folgt, stehen die drei Hauptfiguren Luke, Han Solo und Leia, deren Darsteller*innen vielleicht ähnlich unbekannt waren wie die drei jungen Hauptrollen 2015 (Kylo Ren, Rey and Finn) , ganz oben auf Platz 1 bis 3.

Ich hätte gerne noch ein Diagramm eingefügt, das die Gagen der männlichen und weiblichen Hauptrollen damals und heute zeigt, also 1977 und 2015, aber da fehlen leider öffentlich zugängliche, zuverlässige Zahlen. Ein Thema für einen anderen Tag.

Zur Methodik: Die heutigen statistischen Auswertungen habe ich mit der Drehbuchsoftware DramaQueen gemacht.

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Der Witz-Test: ROGUE ONE

2016 kam ein weiterer Film aus der STAR WARS-Sphäre in die Kinos, der allerdings nicht in die offizielle Reihe gehört: ROGUE ONE oder ROGUE ONE: A STAR WARS STORY (und keinen deutschen Titel kennt). Auch dieser Film hatte eine weibliche Hauptrolle, Jyn (gespielt von Felicty Jones). Neben sieben männlichen:

schspin_star-wars-9

Twitterbeitrag vom 14.10.16 mit Bildschirmfoto Wikipediaeintrag ROGUE ONE. hellblau und rosa Punkte ergänzt durch SchspIN.

Wo sind eigentlich die Frauen in diesem Star Wars-Universum, werden die alle schon als Embryonen abgetrieben? Und die wenigen, die es schaffen, das Erwachsenenalter zu erreichen, sterben die dann im Kindbett? Oder – große Ausnahmen! – sie dürfen als singuläre, einsame Figuren ein bisschen mitmischen, zum Beispiel beim Militär oder bei den Widerstandsbewegungen? Oder in Parlamenten als 5 % Quotenfrauen? Im Jedirat (den gab es in den 3 Prequel-Flmen) gab es nicht einmal diese, nur Männer und andere männliche Wesen.
Wer denkt sich eigentlich solche Stoffe aus? Ja ich weiß, das ist Fiktion. Aber das macht es nicht unangreifbar und weniger unerfreulich.

Es gibt eine schlichte Definition von frauenfeindlichen Witzen. Nach ihr sind das Witze, die nicht mehr funktionieren, wenn man die Frauen in ihnen durch Männer ersetzt.
Wenden wir doch einmal den Witz-Test auf ROGUE ONE und die Star Wars Filme an. Könnten die noch funktionieren, wenn Frauen und Männer ihre Rollen tauschen?
Würde das Publikum, die Star War-Fans und die Vertreter der “Das ist Fiktion”-Argumentation eine ROGUE ONE-Fassung sehen wollen, in der es nur einen einzigen Mann gibt, der einen latenten Mutterkomplex hat und sich einer Frauenwiderstandsbewegung anschließt? Oder (DAS ERWACHEN DER MACHT) würde ihnen als Projektionsfläche bzw. Identifikationsfigur ein junger Mann – Rey – reichen, der mit den unterschiedlichsten Frauen durch die Sonnensysteme reist, um verschiedene böse Frauengestalten zu bekämpfen? Oder (in den drei STAR WARS Filme von 1977, 1980 und 1983) würden sie die Geschichte um eine Frau sehen wollen, die zur Jedi wird, von alten Meisterinnen geschult wird, Freundinnen für die Weltraumreisen und Luftschlachten hat und gegen – wie sich am Ende herausstellt – ihre böse Mutter kämpft? Würde es sie so gar nicht stören, dass es fast keine Männer gibt? Und dass einer dieser Männer gar in einem Film fast nackt und erniedrigt mit einem Eisen um den Hals als Sklave vorkommt – aber unzählige Frauen im Publikum das einfach nur sexy finden? Reicht es ihnen, dass einer der ebenso wenigen Männer in den (in der Handlungschronologie) frühesten Filmen, den Prequels von 1999, 2002 und 2005, immerhin ein König und ein Diplomat ist, aber ab dem zweiten Film nur noch dadurch auffällt, dass er bei jedem Auftritt etwas anderes anhat und eine andere Frisur, ansonsten auf seine Herzensdame wartet und schließlich an gebrochenem Herzen stirbt?
Es wäre ja alles nur Fiktion?

Besser als der Witz-Test wäre natürlich, diese Filme wären alle einem NEROPA-Check unterzogen, d.h. alle 50 bis 60 Rollen in Bezug auf ihr Geschlecht hinterfragt worden. Muss diese Rolle männlich sein? – Ja? Warum? – Nein? Gut, dann ist sie jetzt neutral – und alle neutralen Rollen werden am Ende paritätisch in Frauen- und Männerfiguren gewandelt, bevor die Dreharbeiten beginnen.
Es ist natürlich ziemlich eindeutig, dass der NEROPA-Check nicht stattgefunden hat (die Methode habe ich ja auch erst 2016 erfunden), – schon gar nicht bei ROGUE ONE; zu dem die Filmkritikerin Sophie Charlotte Rieger in ihrem Blog Filmlöwin schreibt:

Die Abwesenheit von Frauen* ist in diesem Film derart eklatant, dass ich es kaum glauben kann. Ist denn beim Schreiben und Lesen des Scripts, dem Casting, dem Kostümentwurf, der Maske, ja bei irgendeinem der vielen, vielen Schritte einer Filmproduktion niemandem aufgefallen, dass außer Felicity Jones nur Männer* im Raum sind?
Blockbuster Check: ROGUE ONE – A Star Wars Story

Hierauf gibt es mindestens zwei mögliche Antworten. Doch, es ist aufgefallen, hat aber niemanden gestört. Und Nein, es ist niemandem aufgefallen.
Für die zweite Möglichkeit könnten die Biographien von Drehbuchautoren und Regisseur sprechen, und die Masse der Hollywood-Filme, mit denen sie vermutlich aufgewachsen sind.
ROGUE ONE wurde inszeniert von dem britischen Regisseur Gareth Edwards, der über den ersten STAR WARS (1977) sagt, dass dieser Film „eindeutig der Grund ist, warum ich Filmemacher werden wollte“. In dem Guardian-Artikel THE FILM THAT CHANGED MY LIFE: GARETH EDWARDS  (Text. Jessica Hopkins) heißt es außerdem:

Ab dem Alter 6 habe ich den Film jeden Tag gesehen, mindestens zwei Jahre lang. Ich muss ihn mehr als 200 mal gesehen hab. Meine Mammi erinnert, wie ich auf langen Autofahren den Film Wort für Wort zitieren konnte. Einmal hab ich das mit dem ganzen Film gemacht. Sie wussten nicht genau ob ich ein großer Fan oder Autist war. (…)
Für so viele Menschen meines Alters ist der Film der Klassiker schlechthin. Er hat wirklich einen Nerv getroffen. Das ist genau die Geschichte die Du als kleiner Junge hören möchtest, dass Du irgendwie an eine Waffe kommst und von Älteren und Mentoren lernst, dass Dir Größeres bestimmst ist und Du eines Tages das Mädchen kriegst und den Bösen umbringst und die Welt rettest
.

Ja, sicher, vielleicht ist das die Geschichte, die viele kleine Jungen hören wollen. Aber was ist mit Mädchen? Was wird ihnen gezeigt, was versprochen?
Interessanterweise wollte Edwards ursprünglich Luke Skywalker werden und sich Rebellen anschließen und einen Todesstern in die Luft jagen. Als er Jahre später lernte, dass das Ganze nicht ging weil es nur Fiktion gewesen war entschied er sich, Filmemacher zu werden.  Und schließt mit der erdrückenden Männerlastigkeit von ROGUE ONE an den allerersten STAR WARS von George Lucas an.
Und es geht weiter. Das Drehbuch des für Ende 2017 geplanten achten Teil der Star Wars Saga mit dem Titel THE LAST JEDI wurde wie alle anderen zuvor von Männern geschrieben. Wie bei allen anderen Teilen auch wird es keine Regisseurin geben. Das gleiche gilt für den zweiten Spin-Off, für 2018 ist ein Film über die Vorgeschichte von Han Solo vor dem ersten STAR WARS geplant, auch hier Drehbuch und Regie weiter fest in Männerhand.

Mehr als nichts ist nicht genug

»Willst du nicht ein wenig mehr Thee?« sagte der Faselhase sehr ernsthaft zu Alice.

»Ein wenig mehr? ich habe noch keinen gehabt,« antwortete Alice etwas empfindlich, »also kann ich nicht noch mehr trinken.«

»Du meinst, du kannst nicht weniger trinken,« sagte der Hutmacher: »es ist sehr leicht, mehr als keinen zu trinken.«

Lewis Carroll: ALICE’S ABENTEUER IM WUNDERLAND (1865), Kapitel 7: Die tolle Theegesellschaft. Übersetzung Antoine Zimmermann 1869.

.

English Version

Today’s text is about two Star Wars films and their casts, the first, which premiered as STAR WARS in 1977 (and received the subtitle „“Episode IV – A NEW HOPE“ in 1981) and the so far last, episode VII – THE FORCE AWAKENS – from 2015. Today’s photographs are by ARS, the statistics and painted figures by SchspIN.

STAR WARS – The Empiricism Strikes Back

The first image shows all speaking roles and their share of spoken text – the further to the front a figure is standing the more text it will speak in the film. As always, female characters are blue and males in dark pink.schspin_star-wars-1Two men at 18 % and a woman at 15 % – no, it’s not Luke, Han Solo and Princess Leia from the first film of the franchise, but it’s Finn, Han Solo and Rey, three protagonists from THE FORCE AWAKENS.
Image 2 shows the same set from a different, more vertical angle. The characters in the last three rows are the ones with less than 1 % of the text. The overall share of women among all speaking roles is just under 23 %.

schspin_star-wars-2

THE FORCE AWAKENS – Star Wars VII. Speaking roles according to %-age of total text. F = blue, M = pink. Photo: ARS

The very first Star Wars film (written and directed by George Lucas) only had two female speaking parts,  Princess Leia and Luke’s Aunt Beru. Two. In a speaking cast of nearly 60 roles. So compared to that the 22,9 % in the 7th instalment of the saga is a vast increase and on top of that there’s a female lead in this science fiction film. But since I wasn’t raised on Hollywood films somehow this does not trigger fits of ecstasy in me. It’s not bad of course, but why do they continue shooting science fiction films in the 21st century where women are exceptio to the rule features in a male world?
Back to talking about the leads. In my last text (And Dream of Sheep) I discussed how leading roles are not really an objective category in itself and that the level of celebritiness or a simple definition can turn a smaller role into a leading one.
Let’s have a look at the closing titles which are at the base of the film’s entry in the IMDB database. It’s Han Solo, Luke (no text, roughly one scene) and Leia, followed by Kylo Ren, Rey and Finn as the first six on the list. OK, the first three, heroes and heroine of the first films, are audience pullers, aber even they are not followed directly by Rey. Be this as it may, she is the central character of the film, this can be deduced from press releases and the film poster where she is found in a central position. However, not everyone at Disney’s seems to be aware of this female protagonist in this genre, – the merchandise department certainly left her out at first when the action figures were produced.
This is not the first time a Star Wars heroine got left out: It happened to Princess Leia in the late seventies when the first STAR WARS film hit the cinemas. And even in 2014, when the old action figures were re-produced they left her out. Fortunately not least to the efforts by UK-scientist Natalie Wreyford and her #WeWantLeia campaign fans, boys and girls, women and men alike, were able to buy a Leia figure in the end, whose place was first taken up by an anonymous white faceless storm trooper.

So who’s the Protagonist then?

There’s a lovely piece of dialogue in Woody Allen’s THE PURPLE ROSE OF CAIRO (1985) which I always think of when leads are being discussed. Here the characters of a film in the film talk about it:

RITA
Tom was the linchpin of the story.

JASON
That’s right, although this is basically my story.

HENRY
What do you mean, your story? It’s the story of a man’s quest for self-fulfilment.

JASON
It’s the story of a complex, tortured soul.

RITA
Oh stop that. It’s the story of the effect of money on true romance.

JASON
I don’t think money comes into it…

RITA
My upbringing, my wealth, my private schools…

HENRY
I’m the one who marries royalty. I’m the one, a humble kid..

RITA
Nobody cares.

HENRY
What do you mean nobody cares? They wouldn’t sell a ticket if it were your story….

(They all talk at once.)

THE PURPLE ROSE OF CAIRO. 1985. Director / Writer Woody Allen.

Every like is not the same

Here’s some food for thought: Would we be able to make a case for Finn (and not Rey) being the protagonist of THE FORCE AWAKENS? Not only, because he has the most words, but also because of the plot (it would be the story of a man who – as will surely be explained in upcoming episodes – ended up with the bad guys when little for some tragic reason, becoming a soldier / storm trooper. And now he deserted from the army, helps a man from the resistance (Poe) to escape, becomes good mates with Rey, travels through the galaxy with her (helping her and being helped by her), is able to handle a light saber intuitively and fight with it, grows up, takes responsibility, wants to rescue “his princes” etc. etc.? That’s possible.
Especially when on top of all this we read how actor John Boyega tells the story of how he was cast to the Hollywood Reporter: “They wanted to make sure they got the right person for the job. I learned that I got the part over a nice breakfast in Mayfair. J.J. said, ‚John, you’re the new star of Star Wars,‘ and everything froze for a moment.“ (bold words by SchspIN).
Mind you, he said “the new star“ of Star Wars, not „“a new star“. But no worries, I won’t challenge Rey being the protagonist, also since on top of everything else Finn seems to be responsible for comic relief in the fiilm every now and then. However – and this is something the statistical analyses of the script show as well as that of the end titles – Rey is not quite the protagonist in the centre as Luke was was in George Lucas’ first film. The next three images (by ARS) show the categories text, speaking scenes and total scenes and the share each character holds. We see all characters with at least a 2 % share.

Finn is leading in the categories text and – by a short margin – talking scenes. Rey by a greater margin ahead of Finn in total scenes. In that image you may notice more characters than in the other two, that is because two more males, Chewbacca and BB-8, are in there as well – who indeed talk but aren’t included in the script with uuaaah and beepbeepboink dialouges. In comparison look at Luke’s protagonistic situation in the first film: he leads all three categories in a distinct way (photos by ARS). This could indicate that heroines aren’t allowed the same scope for action and importance as the heroes of a story.

Looking at the IMDB-entry for the film – which again is based on the official credits’ list – we see the first three leads Luke, Han Solo and Leia as top of the list; even if possibly the actors and actress were just as unknown as the young leads of 2015 (Kylo Ren, Rey and Finn), who had other names ahead of them.

I’d have liked to add a diagram depicting the wages for the male and female leads, both for 1977 and 2015, but I can’t find open accessible, trustworthy figures for this. So it’s a topic for another day.

Today’s statistical analysis were done with the help of DramaQueen Scriptwriting Software.

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The Joke-Test: ROGUE ONE

In 2016 another film from the STAR WARS universe came to the cinemas which is not part of the official franchise though. ROGUE ONE or ROGUE ONE: A STAR WARS STORY. This film had one female lead as well, .Jyn (played by Felicty Jones), alongside seven men:

schspin_star-wars-9

Tweet from 14.10.16 with a screengrab of the wikipedia entry for ROGUE ONE. Blue and pink dots were added by SchspIN

So where are all the women in this Star Wars world, are their foetuses aborted? And the few that manage to grow up to adulthood die in childbirth? Or – big exceptions! they are allowed to be involved as singular, lonely figures, e.g. at the military or in resistance movements? Or in parliaments as the 5 % token women? The Jedi Council (of the 3 prequel films) did not even have those, they were all men and male creatures.
Who comes up with these stories? Yes, I know, it’s fiction. But that does not place it above criticism or make it less unpleasant.

There is this simple definition of misogynous jokes. According to it, those jokes that don’t work any longer when you replace the women by men. So how about applying the Joke-Test to ROGUE ONE and the Star Wars films. Could they still work if women and men swapped their roles? Would the audience, the Star War fans and those who favour the “It’s only fiction” argument, would they all want to see a version of ROGUE ONE where there is only one man, a man who has a latent mother complex and who joins a women’s resistance group? Or (THE FORCE AWAKENS) would they be satistied with a young man – Rey – as identification figure and for projecting their dreams, a man who travels through the galaxies with all sorts of women to fight various bad women? Or (the first three Star Wars films of 1977, 1980 and 1983) would they want to see the story of a young woman who becomes a Jedi, is trained by old mistresses, has girl-friends to travel through space with or fight air battle alongside them and in the end face her evil mother? Wouldn’t they be bothered at all that there are hardly any men? And that one of these very few men appears as a near naked, humiliated slave with a strong iron round his neck – but loads of women in the audiene just think that is sexy? Are they content that one of the still very few women in the chronologically earlier parts of the stories (the prequels of 1999, 2002 and 2005) starts out as a king and a diplomant, but from the second film onwards only seems to be chaning his clothes and hairstyle every time he appears on screen and spends his time waiting for the lady of his heart and appropiately dies of a broken heart in the end?
Knowing it was all only fiction?

Better than doing the Joke-Test would have been of course if all these films had undergone a NEROPA check, meaing that the gender of all 50 to 60 roles of a film would have been questioned. Does this role have to be male? – Yes? Why? – No? Alright, so we declare it neutral – and all neutral roles will be defined as female and male characters alternatively in the end, before shooting.

It is quite obvious that no NEROPA Check took place (a method which I only invented in 2016), and certainly not for ROGUE ONE, a film that film critic Sophie Charlotte Rieger comments on in her German blog Filmlöwin (film lioness):

The absence of women* in this film is such a flagrant feature that I find it hard to believe. Did really no one notice while writing or reading the script, during the castings, when costumes were designed, make-up prepared, indeed in any of the many, many steps of a film production, – that other than Felicity Jones it’s only men* in the room?
Blockbuster Check: ROGUE ONE – A Star Wars Story (translation by SchspIN)

I can think of at least two answers to this question. Yes, someone did notice, but they did not are. And No, no one noticed. A case for the second answer could be made when regarding the biographies of script writers and director and thinking of the masses of Hollywood films on which they most probably were raised.
ROGUE ONE was directed by British director Gareth Edwards who said on the subject of the first STAR WARS (1977), that this film was “definitely the reason that I wanted to become a film-maker”. the Guardian article THE FILM THAT CHANGED MY LIFE: GARETH EDWARDS  (Text. Jessica Hopkins) quotes him further:

From the age of about six I watched it every day for at least a couple of years. I must have seen it more than 200 times. My mum remembers me quoting it word for word on long car journeys. I once did the entire script. They couldn’t work out whether I was a massive film fan or autistic. (…)
For so many people my age it was the ultimate classic. It really hit a nerve. It’s exactly the story you want to hear about when you’re a little boy: that you can somehow get a weapon and learn off your elders and mentors; that you’re meant for something greater; that one day you’ll win the girl and kill the bad guy and save the universe.

Yes of course, maybe this is the kind of story that many little boys like to hear. But what about the girls? What is shown to them, what are they promised?
Interestingly enough, Edwards wanted to become Luke Skywalker originally and join a rebellion and blow up a death star. When he found out years later that this would not be possible because the whole thing was only fiction he decided to become a film-maker. And connects his incredibly male biased ROGUE ONE to the very first STAR WARS by George Lucas.
The drama continues. The script of the 8th episode titled THE LAST JEDI which will come to the cinema in late 2017 was written by men, as were all other scripts so far. Also again there will be no female director. The same has to be said about the second spin-off, for 2018 a Han Solo prequel has been announced, his story leading up to the first STAR WARS, – and as always script and director’s position are still firmly in the hands of men only.

More than nothing is not enough

`Take some more tea,’ the March Hare said to Alice, very earnestly.

`I’ve had nothing yet,’ Alice replied in an offended tone, `so I can’t take more.’

`You mean you can’t take LESS,’ said the Hatter: `it’s very easy to take MORE than nothing.’

Lewis Carroll: ALICE’S ADVENTURES IN WONDERLAND (1865). Chapter 7 – A Mad Tea-Party.

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