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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts

Südasien und wir – Brown People Matter

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English Version follows German.
Aktualisierung 13.9. —- Update Sept. 13.

Heute geht es um die Medienberichterstattung über die Überschwemmungen in den USA und Südasien, den Film MONSOON BABY, Fake News und zwei künstlerische Projekte in der Crowdfundingphase.

Überschwemmungen

2.9.17
Es ist Samstag früh, ich schalte das Radio ein, und lande bei einem längeren Bericht über Texas / USA, die Folgen des Harvey genannten tropischen Wirbelsturms, Überschwemmungen, zerstörte Häuser, fast 60 Tote, evakuierte Menschen, Einzelschicksale im O-Ton.
Zur vollen Stunde in den Nachrichten wieder Texas, und 20 Minuten später der nächste Bericht, diesmal mit der Meldung, dass der US-amerikanische Präsident Donald Trump erneut in das Krisengebiet reisen wird.
Die Medien haben schon über die Katastrophe berichtet, bevor der Wirbelsturm Texas erreichte und die Berichterstattung ging und geht weiter, Tag für Tag.
Es hat deutlich länger gedauert, bis auch über die – verheerenderen – Überschwemmungen in Südasien berichtet wird. In Indien, aber auch in Bangladesch, Nepal und Pakistan hat der diesjährige Monsun* zu großen Überschwemmungen geführt, zu mehr als 1.500 Toten in den letzten drei Wochen (verschiedene Quellen sprechen von 1.300 bis 2.100 Toten), zu ruinierten Ernten, drohendem Hunger und Krankheiten.
Aber die Berichte sind spärlich, die täglichen ausführlichen Hintergrundsberichte oder gar Spendenaufrufe, bspw. in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen, fehlen.

*Mit Monsun werden großräumige Luftströmungen bezeichnet, „die durch jahreszeitliche Windrichtungsänderungen von mindestens 120° gekennzeichnet sind“ (vgl. Lexikon der Geographie / Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH). Die südasiatische Monsunzeit von Juni bis September fordert jedes Jahr sehr viele Opfer.

Es ist klar, dass ich nicht die Not der Menschen in Texas runterspielen möchte. Aber gerade bei den Zahlen der gestorbenen Menschen dort und da stockt mir der Atem. Aus Texas bekamen wir quasi täglich die Updates, 30, 32, 35, 41, 47, 50, 55, 57 Tote; die Zahlen für Südasien sind geschätzt, gerundet. Nicht auf 30, 40, 50 oder 100 Personen, sondern auf über eintausend; vielleicht 1.500 oder 1.700 Menschen, die ertranken, von Erdrutschen verschüttet oder von Stromschlägen getötet wurden. 45 Millionen Menschen, darunter 16 Millionen Kinder, sind direkt von der Katastrophe betroffen.

Füllt die Lücken!

Ich höre immer wieder „Ja, aber die USA stehen uns näher!“ – das mag schon sein. Wenn ich beispielsweise mein Netzwerk auf Twitter nehme, die internationalen Filmbranchenkontakte oder die Netzwerke meiner Kontakte, dann ist klar, dass in meiner Timeline mehr – wichtige und auch völlig banale – Meldungen zu den USA auftauchen als zu den meisten anderen Ländern und Regionen. Auch das Abonnieren von ,seriösen Medien‘ u.a.m. führt leider nicht zu einer wirklichen Globalisierung der mir zur Verfügung stehenden Informationen, ebenso wenig wie das regelmäßige Einschalten von öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehprogrammen. Ich brauche aber gerade die anderen Nachrichten. Ist das nicht auch Aufgabe der ÖR-Programme?

Ich möchte nicht ständig ausführlich erfahren, wann und ob und wie US-Präsident Trump Texas besucht und ob er sich mit Opfern gemeinsam fotografieren lässt wie seine Amtsvorgänger oder nicht – solange ich nicht einmal weiß (und das deshalb, weil es nie erwähnt wird), wer die Regierungschefs von Indien, Pakistan, Bangladesch und Nepal sind. Ich weiß mehr über die Schuhe von Melania Trump beim letzten Texasbesuch als über deutsche Hilfsorganisationen, die sich in Südasien engagieren und die Spenden sammeln. Unsere Medien berichten über den Rassismus von Weißen gegenüber Schwarzen in den USA– und schweigen über das Leben und Sterben von Braunen, über Südasien.

Mich beschäftigen weniger die Fake News, die Falschnachrichten (die gab es schon immer, hießen die früher nicht auch mal Zeitungsenten?), sondern die ignorierten Themen.
Ich habe eine Bekannte (sie ist über 80), die das Internet nicht nutzt und ihre Informationen aus Fernsehnachrichtensendungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern und BBC, Teletext und unregelmäßig aus Zeitungen wie FAZ und ZEIT bezieht. Ich hatte gedacht, dass die meisten völlig irrelevanten Informationen nur über das Internet (oder yellow press) verbreitet werden. Nein, stimmt nicht, auch meine Bekannte wusste von Melania Trumps Texasbesuch-Schuhen. Obwohl sie sich überhaupt nicht für Sport interessiert ist sie zwangsläufig über alle möglichen Ereignisse beispielsweise im Männerfußball informiert, über teure Transfers, Trainerwechsel, Spiele und mehr. Und das ohne Sportsendungen zu sehen. Dass gestern die Bundesligasaison der Frauen begann hat sie nicht mitbekommen. Woher auch? Darüber wird weiter nicht berichtet.

Ich finde Fake News nicht das Problem. Sondern die Gewichtung bei ausgewählten bzw. ausgelassenen Meldungen.

Information

In dem britischen Zeitungsartikel South Asia flooding: How you can help the millions of victims von Will Worley (The Independent 30.8.) wurde empfohlen „Schreibt Euren Abgeordneten oder spendet an Hilfsorganisationen. Schreibt Euren Abgeordneten und fordert sie auf, das Thema ins Parlament zu bringen, wenn es wieder zusammen kommt. Bittet sie, sich dafür einzusetzen, dass sich das Vereinigte Königreich zur Finanzierung von Hilfsmaßnahmen verpflichtet.“
Das ist etwas, das wir in Deutschland auch tun können. Vielleicht direkt heute Abend – es ist mittlerweile der 3.9., anstatt das sogenannte TV Duell zu sehen (zwischen zwei Menschen, deren Parteien seit Jahren gemeinsam die Große Koalition bilden und die Politik unseres Landes bestimmen). Hierüber findet Ihre Eure Abgeordneten und hierüber Eure Kandidat/innen.
Den zweiten Rat aus dem Independent-Artikel (spendet an Hilfsorganisationen),
bei dem Unicef und Oxfam genannt werden, kann ich für Deutschland noch um den ADH Aktion Deutschland Hilft e.V.  Bündnis deutscher Hilfsorganisationen für Katastrophenhilfe ergänzen.

Und hier zumindest noch die Regierungschef/innen der vier betroffenen Staaten:

  • Indien: Herr Narendra Modi, Premierminister seit 26.5.14. Bharatiya Janata Party.
  • Pakistan: Herr Shahid Khaqan Abbasi, Premierminister seit 1.8.17. Pakistan Muslim League.
  • Bangladesch: Frau Hasina Wajed, Premierministerin seit 6.1.9. Bangladesh Awami League.
  • Nepal: Herr Pushpa Kamal Dahal, Premierminister seit 3.8.16, Kommunistische Partei Nepals.

Ein besonderer Film

1.9.
Freitag Abend. Eben habe ich in der ARD-Mediathek den Film MONSOON BABY (2014) von Andreas Kleinert gesehen (Buch Florian Hanig, Sandra Nettelbeck, Andreas Kleinert), den ich bisher leider verpasst hatte. 
Der am 17.9.14 in der ARD erstmals ausgestrahlte und 2015 für den Dt. Grimmepreis in der Sparte Fiktion nominierte Film ist eine Koproduktion von Roxy Film und dem Bayrischen Rundfunk BR. Er ist noch bis zum 22. November in der Mediathek abrufbar.

Nina und Mark wünschen sich ein Baby, doch Nina wird nicht schwanger. Eine Adoption kommt für beide nicht infrage, sie wünschen sich ein eigenes Kind. Und so entscheiden sie sich für eine Leihmutterschaft – in Indien. Euphorisch reisen Nina und Mark in das ihnen fremde Land. Alles scheint zunächst perfekt, die Ärztin Kamalika wirkt kompetent und in der jungen Shanti finden sie schnell die passende Leihmutter für ihr Wunschbaby. Aber die neun Monate bis zur Geburt sind eine lange Zeit, die auch Nina und Mark nicht unberührt lässt. Sie beginnen, sich die Frage zu stellen, ob die Entscheidung richtig war …
Die BR-Koproduktion „Monsoon Baby“ wurde in Kalkutta (Indien) und München gedreht.
(Quelle Bayrischer Rundfunk)

Die Inhaltsangabe auf der Seite von Roxy Film ist nicht ganz zutreffend (Link), vielleicht bezieht sie sich auf eine frühere Drehbuchfassung.

Aber um den Inhalt soll es hier nur am Rande gehen. Ich habe die Besetzungsliste des Films in einigen Datenbanken nachgeschlagen, und da ist mir etwas Unangenehmes aufgefallen. Die beiden Inderinnen unter den Hauptrollen (die Leihmutter und die Ärztin in der Fruchtbarkeitsklinik) werden nicht in allen Auflistungen erwähnt. Und wenn, dann an einer hinteren Position. Ist das niemandem aufgefallen? Hat es niemanden gestört?
Im deutschsprachigen
Wikipediaartikel wird die indische Leihmutter Shanti (Nachname unbekannt) mehrfach genannt, aber im Kurzcast taucht sie nicht auf. Ebensowenig eine weitere Hauptrolle, die indische Ärztin Kamalika (Nachname unbekannt):

Screenshot Wikipediaeintrag. Unterstreichungen von mir.

Shanti wird von der indischen Schauspielerin Tillotama Shome gespielt, die Ihr vielleicht als Alice aus dem Film MONSOON WEDDING kennt (Regie Mira Nair), und die mir freundlicherweise dieses Bild zur Verfügung stellte:

Tillotama Shome. Foto: Ishaan Nair

Tillotama Shome. Foto: Ishaan Nair.

Die Leihmutter Shanti ist eine sehr wichtige Figur, von Tillotama ausdrucksstark und beeindruckend gespielt, auch ohne Deutsch oder Englisch – im Gegensatz zur Ärztin Kamalika (Swaroopa Gosh), die laut Drehbuch einige Jahre in Heidelberg verbracht hatte und Deutsch und Englisch sprach. Beide sind wie Mark (Robert Kuchenbuch) Hauptrollen, im Zentrum der Geschichte steht indes Nina, gespielt von Julia Jentsch, die auch die meisten Szenen hat. Dies entspricht Rollen-Darsteller/innen-Reihenfolge im Abspann des Films.
Nur wie erwähnt, in einigen der Datenbanken tauchen Shanti und Kamalika überhaupt nicht auf, oder erst ganz weit unten, wie die folgende Tabelle zeigt. Als Referenzreihenfolge nehme ich den Filmabspann:

MONSOON BABY: Reihenfolge der Rollen in Datenbanken. Die Rollen bei IMDB sind alphabetisch, die Rollen 1-3 bei crew united sind als Hauptrollen gelistet.

Bei Crew United sind drei Rollen als Hauptrollen gekennzeichnet: Nina, Mark und Dora, eine Arbeitskollegin von Nina, die in zwei Szenen vorkommt, einer Sprechszene. Alle Nebenrollen, inklusive der zwei kleiner Kinder – Loretta und Lucas – stehen weit vor Shanti / Tillotama Shome (die im Filmabspann Tilotama Shome geschrieben wird). Auch beim BR steht sie nach  Kamalika / Swaroopa Gosh am Ende. Bei Filmportal (und auf Wikipedia) kommen beide gar nicht vor, auch nicht bei Roxy Film, wo nur Nina und Mark genannt werden. Die IMDB Datenbank führt die gesamte Besetzung alphabetisch (Nachnamen der  Schauspieler/innen) auf, so dass in der Kurzfassung die Darsteller/innen von drei kleineren Nebenrollen (Shantis Ehemann und zwei Kinder unter 12 J.) erscheinen:

WARUM? Und ist das wirklich noch niemandem aufgefallen?
Wer übernimmt (nicht) von wem, wieso unterscheidet sich die Liste des BR so sehr von dem Filmabspann?

Es ist in gewisser Weise ironisch, wenn in einer der letzten Szenen des Films Nina und Mark zum Konsulat in Kalkutta gehen um einen Pass für ihr Kind zu beantragen, und der Beamte sagt „Ich wette, Sie kennen noch nicht einmal den Namen der Leihmutter!“. (Nina antwortet „Shanti“. Sie kennt den Vornamen, immerhin).
Ich werde die Datenbanken usw. anschreiben und hoffe auf Verbesserung.

Aktualisierung 13.9.

Herzlichen Dank an Crew United und Filmportal, die wirklich sehr freundlich auf mein Anliegen reagierten und ihre Besetzungsangaben zu MONSOON BABY korrigiert und die indischen Ko-Hauptrollen Shanti (Tillotama Shome) und Kamalika (Swaroopa Gosh) auf die Plätze 3 und 4 gesetzt haben.
Datenbanken können nur so gut sein wie die Informationen, die den Macher/innen vorliegen. Eine Mitarbeiterin von Crew United berichtete, dass die Casts i.d.R. aus Pressemeldungen kommen und  durch Mitwirkende an der Produktion ergänzt werden. Ein Mitarbeiter vom Filmportal sagte, dass sie verschiedene Quellen wie z.B. Pressemitteilungen und Produktionswebseiten nutzen, und Eigeneinträge nicht möglich sind.
In der IMDB-Datenbank konnte ich die Rollen analog zum Filmabspann selber anordnen. In der Kurzfassung erscheinen nun Julia Jentsch, Robert Kuchenbuch und Tillotama Shome als die drei Hauptrollen.

Falls jemand auf Wikipedia aktiv ist bitte melden, dort fehlen auch noch die indischen Hauptrollen. Merci!

Tanztheater und Dokumentarfilm

Ich möchte den heutigen Artikel mit dem Hinweis auf zwei Projekte abschließen, die sich gerade noch in der Crowdfunding-/Finanzierungsphase befinden, die von indischen Künstlerinnen stammen und wichtige Themen behandeln.

SHYAMALI: GREEN GRASS, WOMEN & DISSENT

Meine langjährige Freundin Ananya Chatterjea, Tänzerin, Choreographin und Dozentin, ursprünglich aus Mumbai und seit Jahren in den USA, plant mit ihrem Ananya Dance Theatre die diesjährige Produktion:

SHYAMALI ist ein abendfüllender Tanz, der von dem Mut von Frauen auf der ganzen Welt inspiriert ist. Das Wort shyamali heißt dunkelgrün auf Bengalisch, und beruft sich auf die Widerstadskraft von Gras, das sich wieder aufrichtet, nachdem es plattgetreten wurde.
Diese Crowdfundingkampagne unterstützt SHYAMALI, unsere 2017 Produktion, die erforschen möchte, wie Dissens Lebenskraft und Wachstum befeuert, und die den Mut von Frauen anerkennt, die den Mund aufmachen und widersprechen, um ihre Gemeinschaft vor Ungerechtigkeit zu schützen, und die Frauen würdigt, die sich nicht brechen lassen.

Auf dieser Seite erfahrt Ihr mehr über das Projekt und könnt es finanziell unterstützen. Und hier findet Ihr Ananya auf Twitter.

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BUT WHAT WAS SHE WEARING?

Vaishnavi Sundar, Regisseurin und Produzentin, habe ich über Twitter kennengelernt. Sie ist Gründerin von Women Making Films India. Aktuell plant sie einen Dokumentarfilm über das Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in Indien. Ausführende Produzentin ist Hannah Latimer Snell, den Schnitt wird Lisa Friedhofen übernehmen.

Unser Dokumentarfilm will die Arten von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz untersuchen indem wir sowohl mit den Gesetzgeber/innen als auch den Menschen, für die diese Gesetze gemacht werden, sprechen. Was ist ein Arbeitsplatz? Was passiert, wenn der Belästiger Dein Arbeitgeber ist? Was sind die Maßnahmen und Rechte von Frauen, und wie reagieren die Gremien? Der Film möchte die Absicht der Maßnahmen und die Realität gegenüberstellen und außerdem über Verbrechen sprechen, die bislang nicht angezeigt und / oder bestraft wurden.

Auf dieser Seite erfahrt Ihr mehr über das Projekt und könnt es finanziell unterstützen. Es hat ein sogenannten „Flexibles Fundingziel“, d.h. das Projekt darf alles Geld behalten das zusammen kommt, auch wenn die Gesamtsumme (11.480 Dollar) nicht erreicht wird. Das Kampagnenende ist schon ziemlich bald, wer darüber hinaus das Projekt unterstützen will setzt sich am besten direkt mit Vaishna über die indiegogoseite in Verbindung. Und hier findet Ihr Vaishnavi auf Twitter.

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English Version

South Asia and a German Film – Brown People Matter

Today‘s text is about the media coverage of the floods in USA and South Asia, the German film MONSOON BABY, fake news and two projects – one dance and one documentary – that are being crowdfunded at the moment.

Floods

2. Sept. 17
It is Saturday morning, I turn on the radio and listen to a feature on Texas / USA, the effects of tropical hurricane „Harvey“, floodings, destroyed houses, nearly 60 dead, evacuated people, individual fates in short interviews.
At the full hour there‘s the news, again featuring Texas, and twenty minutes later the next report on it, this time announcing that US president Donald Trump will visit the disaster area again.
The media in Germany started reporting on the disaster even bevor the hurricane reached Texas and have been doing so since then, daily, sometimes every hour and more.
It took much longer for the media to pick up on the floodings in South Asia. In India, but also in Bangladesh, Nepal and Pakistan this year‘s monsoon caused extreme floodings, more than 1,500 people did in the last three weeks (different sources mention figures between 1,300 and 2,100 dead), it ruined harvests, and is leading to hunger and diseases.
But news are sparse, in Germany and also in other countries, daily extensive background information, donation appeals (e.g. in public TV and radio) are missing.
It is evident that I don‘t want to play down the sufferings of the people in Texas. But just listening to the figures of those who died there and there makes me catch my breath. From Texas we more or less heard daily updates concerning the numbers, 30, 32, 35, 41, 47, 50, 55, 57 dead; the figures for South Asia are estimations, rounded numbers. But not 30, 50 or 100 persons, but more than 1,000, maybe 1,500 or 1,700 people, who drowned or were buried in landslides or killed by electric shocks. 45 M people, 16 M of these being children, are directly affected by this disaster.

Fill the Gaps!

A lot of people keep saying „yes, but the USA are closer to us“ – maybe, yes. When I look at my Twitter bubble, e.g. the international film industry contacts and the networks of my contacts, then it is understandable that I read more tweets on US topics in my timeline – whether important or completely banal, more tweets than on most other countries and regions. But even the fact that I try to follow „responsible media“ etc. does not really lead to a true globalisation of the information available to me, just as listening to and watching to public radio and TV programmes. But I do need these other, different news. Isn‘t that one of the tasks of public news programmes?
I don‘t want to have to listen to endless reports and speculations all the time on how and if and when US president Trup is visiting Texas and if he will have photos taken together with disaster victims as his predecessors did – as long as I don‘t even know (because it is never mentioned) who are the heads of government in India, Pakistan, Bangladesh and Nepal. I know more about the shoes Melania Trump wore at her last visit to Texas than about German relief organisations that are active in South Asia at the moment and that collect donations. The German media often report on racism of whites against blacks in the USA – and are silent when the lives and deaths of brown people are concerned, in South Asia.
I don‘t worry so much about fake news (which have always existed), but about topics that are being ignored.
About which issues are rated as important and which as unimportant information.

Information

A fews days ago Will Worley wrote in an article called South Asia flooding: How you can help the millions of victims (The Independent 30. Aug.): “Writing to your MP or donating to charities are among the ways you can help.“ and: “Write to your MP and ask them to raise the issue in Parliament when it reconvenes. Ask them to ask for the UK to commit funding to the relief effort.“ He included a link to a website where you can find your MP. As helpful charities he recommended Unicef and Oxfam.

In the German version of this text I included information about German relief organizations and also about German MPs and candidates (with our next general elections coming up on Sept. 24). Here I can at least add the heads of government for the four mentioned South Asian countries:

  • India: Mr. Narendra Modi, Prime Minister since 26 May 2014. Bharatiya Janata Party.
  • Pakistan: Mr Shahid Khaqan Abbasi, Prime Minister since 1 Aug. 2017. Pakistan Muslim League.
  • Bangladesh: Ms. Hasina Wajed, Prime Minister since 6 Jan. 2009. Bangladesh Awami League.
  • Nepal: Mr. Pushpa Kamal Dahal, Prime Minister since 3 Aug. 2016, Communist Party of Nepal.

A Special Film

1 Sept.
Friday Night. I just finished watching MONSOON BABY (2014) on the ARD media player (in German: here) directed by Andreas Kleinert, written by Florian Hanig, Sandra Nettelbeck, Andreas Kleinert, which I had missed the first time round when it premiered on German TV on 17.9.14. The film is a co-production betwee Roxy Film and BR Bayrischer Rundfunk (Bavarian public broadcasting).

For many years Nina and Mark have been trying to have a child, including many unsuccessful attempts with IVF treatment. Adoption is not an option for them. They long for their own child, brought to life by their love for one another. Their seemingly last resort, still illegal in Germany, is a surrogate mother. For financial reasons, they choose India. Nina’s fertilised ova are implanted in the womb of a young Indian woman. Everything goes well and Nina and Mark are anxiously awaiting the arrival of their baby when, out of the blue, they receive harrowing news. The surrogate mother has vanished. The German couple, against all odds, starts out on a search for the woman with their child in her belly.
from IMBD

This summary is not quite accurate and it doesn’t mention the doubts about the ethical side of this deal and the struggle of Nina, who returns to India on her own to work in the hospital to be near the surrogate mother Shanti, but it also appears like this on the website of production company Roxy Film, maybe it is from an earlier version of the script.
In the article on German Wikipedia (there is no English version) Indian surrogate mother Shanti (full name unknown) is mentioned several times – underlined in blue – but she does not appear in the short cast list. Neither does the Indian doctor Kamalika (full name unknown).

German Wikipedia article on MONSONN BABY. Screenshot. Blue underlinings by me.

Shanti is played by Indian actress Tillotama Shome, whom you may have seen as Alice in MONSOON WEDDING (director Mira Nair), and who kindly made this photograph (by Ishaan Nair) available for this blog.

Tillotama Shome. Foto: Ishaan Nair

Tillotama Shome. Photo: Ishaan Nair

Shanti, the surrogate mother, is a very important character in this film, performed by Tillotma Shoma impressively and with much expression, without German or English language – in contrast he doctor, Kamalika (Swaroopa Gosh), speaks both languages since according to the plot she spent a few years in Germany (Heidelberg). Both are main characters, alongside Mark (Robert Kuchenbuch)  and Nina (Julia Jentsch), who is at the centre of the story and has the most scenes. This is also the order of the ending titles of the film: Nina, Mark, Shanti, Kamalika.
As mentioned before, some sources don‘t list Shanti and Kamalika at all or only at the very end, as you can see in the following table. I use the order of the end titles as a reference:

MONSOON BABY: order of roles acc. to different sources. IMDB lists alphabetically, crew united defines the first three roles as leads.

Crew United defines three roles as leads: Nina, Mark and Dora, Nina‘s colleague from work, who appears in two scenes, one without words. Most supporting roles, including two little children – Loretta and Lucas – appear before Shanti / Tillotama Shome (who is misspelt Tilotama Shoma in the end titles). Co-producing TV channel BR also puts Shanti and Kamalika at the end of the list. They don‘t appear at all at Filmportal or Roxy Film (which only names Nina and Mark). On IMDB you find the whole list in alphabetical order (according to the names of the actors and actresses) which leads to the strange short version with 3 names, all 3 minor parts, Shanti‘s husband (nameless) and the two young children of Mark‘s brother, Loretta and Lucas.

WHY? And did really nobody notice this?
Who is copying from whom, and why does the list from co-producer BR differ so much from the end titles?

There is a certain irony in one of the last scenes of the film. Nina and Mark visit the German consulate to get a passport for their newborn child, and the consulate employee says: “I bet you don‘t even know the name of the surrogate mother!“. (Nina answers “Shanti“. She knows the first name, at least that).
I will contact the data bases and producers and hope they will change the lists.

Update Sept. 13

My thanks go to Crew United and Filmportal, who reacted in a really friendly way to my request and corrected their cast lists for MONSOON BABY, promoting the important Indian characters Shanti (Tillotama Shome) and Kamalika (Swaroopa Gosh) to positions 3 and 4.
Data bases are only as good as the information available to their makers. Someone at Crew United told me that they usually get the information on casts from press releases, and that participants in the productions also add data. Someone at Filmportal related that they use various sources like press releases and film productions‘ websites, it is not possible for people from the industry to add data themselves.
I was able to sort the cast of MONSOON WEDDING in the IMDB database, and did so according to the end titles. In the short version you now see Julia Jentsch, Robert Kuchenbuch and Tillotama Shome as the three leads.

Dance and Documentary

I‘d like to end today‘s text mentioning two very interesting and important projects that are just being crowdfunded at the moment, and that are led by Indian female artists, currently living in the USA.

SHYAMALI: GREEN GRASS, WOMEN & DISSENT

My friend Ananya Chatterjea, dancer, choreographer and teacher at University, orginally from Mumbai but living in the USA for a while now, is planning her project 2017 with her company, the Ananya Dance Theatre:

„Shyamali“ is an evening length dance inspired by the courage of women around the world, The word “shyamali” means “dark green” in Bengali, and invokes the resilience of grass, which springs up when trod upon.
This fundraising campaign supports “Shyamali,” our 2017 production that explores how dissent fuels life force and growth, recognizes the courage of women who speak up and talk back to sustain communities against injustice, and celebrates women who refuse to be broken.
Ananya Dance Theatre is a professional dance company of primarily women artists of color who create “People Powered Dances of Transformation.” We are cultural activists, working through dance and artistic processes to engage audiences, build community, and move toward social justice and beauty.

You can read more information on the project on razoo.com. And  you can find Ananya on twitter.

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BUT WHAT WAS SHE WEARING?

Director and producer Vaishnavi Sundar is from Chennai in Southeastern India. Marian Evans (of Wellywood Woman) introduced us on twitter. Vaishnavi founded Women Making Films India and is currently planning a documentary on workplace sexual harassment, together with executive producer Hannah Latimer Snell and editor Lisa Friedhofen.

Vaishnavi says about her filmmaking:

Most of my work is an interplay of gender issues and social justice. I dream that one day I can walk down the road, alone at midnight, without a speck of fear in my mind. I am a firm believer of community and sisterhood, so apart from my production company, Lime Soda Films, I have also created Women Making Films, an online global community, which serves as a feminist space that fearlessly questions, condemns sexism and gender inequality.

This is the official description of the project:

Our documentary will critically examine the nature of workplace sexual harassment by speaking to both the lawmakers as well as the people for whom such laws are made. What constitutes a workplace? What happens if the harasser is your employer? What are the policies and rights of women, and how are the governing bodies responding? The film intends to tackle the juxtaposition of policies vs. the reality and hopes to tell the tales of crimes that have gone unpunished and/or unreported.

You can read more information on the project on this page (indiegogo). You can find Vaishnavi on twitter or via the website of Women Making Films. The deadline for funding BUT WHAT WAS SHE WEARING? is coming up soon, if you want to support the project beyond that date get in touch with Vaishnavi via indiegogo or twitter.

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