SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Die Zukunft hat begonnen – The Future is now

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Heute geht es um die Besetzung des Social Spots A MESSAGE FROM THE FUTURE, den Molle&Korn  Moving Images for Social Change für die im Jahr 2000 gegründete Stiftung EVZ Erinnerung, Verantwortung und Zukunft produziert haben. Und um neutrale Rollen.

Wer weiß, was die Zukunft bringt

Vor kurzem wurde die NEROPA-Seite einem Relaunch unterzogen, auf der entsprechenden Unterseite heißt es nun zum vierten Fallbeispiel:

Noch gibt es diese Drehbücher vermutlich nicht, aber wer weiß, was die Zukunft bringt, und einen Versuch ist es allemale wert. Die Figuren werden zunächst als Charaktere mit bestimmten Eigenschaften definiert. Für jede Rolle dann nach der passenden Besetzung gesucht, Geschlecht ist zweitrangig. (…) Gerade das Science Fiction Genre könnte diese Freiheit bieten, eine Zukunft jenseits der binären Geschlechterrollen oder Männerdominanz in entscheidenden Funktionen ist auch ohne viel Fantasie vorstellbar.

Als ich diesen Mai das Besetzungstool NEROPA auf der internationalen WFTV UK Making a Difference Conference vorstellte ahnte ich noch nicht, wie schnell diese Zukunftsvision Realität werden könnte.

Casting für einen Social Spot

Jedoch, wie das Leben so spielt, kaum war ich aus London zurück, wurde ich von Molle&Korn (Berlin) zu einem Casting für den eingangs genannten Social Spot eingeladen – und zwar für die Hauptrolle Dr. Rellüm. Im Skript war das Geschlecht von Dr. Rellüm undefiniert, es hieß ein/e Archäologe/Archäologin, bzw. sie/er.
Ich bin der Einladung sehr gerne gefolgt, zum einen natürlich aus inhaltlichen Gründen (siehe DIE LEITGEDANKEN DER STIFTUNG EVZ), aber auch, weil mir die Arbeit von Molle&Korn sehr gut gefällt, und [Weiterlesen – Read On]


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Die Empirie schlägt zurück – STAR WARS – Empiricism Strikes Back

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Heute geht es um zwei Star Wars Filme und ihre Besetzung, den allerersten, der 1977 als STAR WARS in die Kinos kam (und 1981 um den Untertitel „Teil IV – EINE NEUE HOFFNUNG“ ergänzt wurde) und den bislang zuletzt erschienenen Teil VII, DAS ERWACHEN DER MACHT, aus dem Jahr 2015. Die Fotos heute sind von ARS, die Figuren und Auswertungen von SchspIN.

STAR WARS und die Rollen

Das erste Bild zeigt alle Sprechrollen und die prozentuale Aufteilung des gesprochenen Textes – je weiter vorne eine Figur steht desto mehr Text hat sie im Film. Wie immer sind die weiblichen Figuren in hellblau, die männlichen in pink. schspin_star-wars-1Zwei Männer bei 18 % und eine Frau bei 15 % – nein, das sind nicht Luke, Han Solo und Prinzessin Leia aus dem ersten Film der Reihe, sondern Finn, Han Solo und Rey, drei Hauptfiguren aus  DAS ERWACHEN DER MACHT.
Bild 2 zeigt eine relativ vertikale Sicht auf denselben Set, i
n den letzten drei Reihen stehen [Weiterlesen – Read On]


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Methodik: Schäfchen Zählen ist leicht – Methodology: And Dream of Sheep

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Letzten Monat war ich auf Einladung von Prof. Dr. Elizabeth Prommer (Institut für Medienforschung an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock) im Forschungskolloquium im MA-Studiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft, um über meine SchspIN-Arbeit zur Situation vor der Kamera zu berichten. Mein Vortrag hieß „Schäfchen Zählen ist leicht“ und ging der Frage nach, wie Film- und Fernsehrollen bzw. Schauspieler*innen in einer Produktion erfasst und aussagekräftig statistisch ausgewertet werden können. Dieser Vortrag ist die Grundlage für den heutigen Text, der außerdem drei Beispiele (einen Fernsehfilm, einen Kurzfilm und eine Gender-Filmstudie) beleuchtet.
Besetzungen lassen sich schwerer auswerten als beispielsweise Gewerke; im Gegensatz zu Angaben wie Regie, Drehbuch, Kamera, Kostüm, Casting u.a.m. eines Films werden vollständige Besetzungslisten nicht veröffentlicht, es gibt vielleicht 18 bis 25 unterschiedlich große Sprechrollen, aber außer der Produktion und den an ihr Beteiligten kennt niemand diese Liste.

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Schäfchen Zählen ist leichter. Dezember 2016

Das Bild des nächtlich-schlaflosen Schäfchen-Zählens [Weiterlesen – Read On]


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Neues Jahr – Video Clip 1.1.2017 – New Year

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Ein Gedanke zum Neuen Jahr

2017 kann in der Film- und Fernsehbranche viel passieren. Der Anteil der Regisseurinnen wird – nicht zuletzt Dank der unermüdlichen Arbeit von Pro Quote Regie und anderer Filmfrauen und Zusammenschlüsse – weiter steigen, vielleicht auch der Anteil der Autorinnen. Langfristig wird sich hoffentlich auch etwas an der Fast-Männerexklusivität in den Gewerken Kamera, Beleuchtung und Ton ändern und der Fast-Frauenexklusivität bei Kostüm und Maske, aber das ist ein Thema für ein anderes Jahr.
Und wie wird es vor der Kamera? Werden auch 2017 weiter veraltete Rollenklischees für Männer und Frauen produziert, doppelt so viele Männer wie Frauen zu sehen sein, überwiegend (attraktive) Frauen unter 40, oft ohne erkennbaren Beruf, die weniger eigenständige Figur sondern Frau, Mutter, Schwester, Tochter oder Geliebte einer männlichen (Haupt-)Figur sind? Werden weiter Vorbilder und Identifikationsfiguren für Mädchen und Frauen fehlen?
Oder wird sich das endlich verändern?

Ohne die Drehbücher / die Geschichten grundsätzlich zu verändern, können durch den NEROPA-Check (siehe http://neropa.stieve.com/) Frauenanteil und Frauenvielfalt im fiktionalen Film und Fernsehen erhöht werden. Das ist ein erster Schritt, den jede Produktion [Weiterlesen – Read On]


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Grimmepreis: 7 Gewerke, 7 Jahre – German TV Award: 7 Divisions, 7 Years

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7-Gewerke-Check der Nominierungen zum Grimme-Preis 2010 bis 16

Bereits in der Vergangenheit habe ich über die Grimme-Preis-Nominierungen geschrieben, beispielsweise in den Kunst oder Kommerz-Analysen (2012 Stab, 2012 Besetzung, 2013 Stab, 2013 Besetzung).
Warum ist eine Auswertung der fiktionalen Kategorie interessant, dieser zugegebenermaßen kleinen Gruppe von jährlich 14 bis 19 Filmen? Nun, der Grimme-Preis ist gewissermaßen das Äquivalent zum Deutschen Filmpreis, wobei die Fernsehauszeichnungen anders als die Lolas von Juries vergeben geben, denen die Filmliste einer Kommission vorliegt, die wiederum aus allen in ihrer Kategorie vorgeschlagenen Filmen ausgewählt hat. Gleichzeitig sind die Grimme-Preise ein Gegenpart zu den als erfolgreichst geltenden Fernsehfilmen, die über die – leicht dubiosen – Einschaltquoten ermittelt werden. Auf der Seite des Grimme-Instituts heißt es:

Mit einem Grimme-Preis werden Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet, die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind. Leitziel der im Grimme-Preis institutionalisierten Fernsehkritik ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Fernsehen, das als zentrales und bedeutsames Medium mit vielfachen gesellschaftlichen Bezügen und Wirkungen verstanden wird. In diese kritische Auseinandersetzung sind alle Themen und Formen des Fernsehens einbezogen.
(Hervorhebung durch SchspIN)

Die sieben Gewerke die ich heute untersuche sind Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Ton, Schnitt und Redaktion (was eigentlich kein Gewerk ist); zusätzlich habe ich die erstgenannten Rollen und die Hauptcasts gendermäßig ausgewertet. Hauptdatenquelle sind die Seiten des Grimme-Instituts, etwaige Teamlücken (manchmal waren alle 7 Positionen aufgeführt, manchmal nur 2 oder 3) wurden über filmportal.de und crew-united.com gefüllt. Ich weiß nicht, wie die Team- und Besetzungslisten auf der Grimme-Seite zustande kommen, vielleicht wurden sie so von den Produktionsfirmen gemeldet.
Von 2010 bis 2016 waren insgesamt 119 fiktionale Filme mit im Hauptcast 614 Schauspieler*innen nominiert, die jährlichen Mittelwerte sind 17 Filme und 116,3 Schauspieler*innen. Die Größe der Hauptcasts schwankt zwischen 3 und 15 (nicht durch zusätzliche Recherche aufgestockt). Im Schnitt werden 6,8 Rollen pro Film genannt.

schspin_grimmepreis_2016

Fiktionale Grimmepreisnominierungen: Männerübergewicht hinter und vor der Kamera.

Frauen arbeiten auch in der heutigen [Weiterlesen – Read On]


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Schauspiel und Fair Pay & Acting

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Lohngerechtigkeit für Alle

Heute geht es um die Fair Pay Initiative für Gerechtigkeit auf dem Gehaltszettel und die Filmbranche, speziell um – ungleiche – Gagen von Schauspieler*innen. Und es geht um Gender Prämien GapGender Pay Gap und Status Pay Gap.

  • Prolog: Im 23. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
  • Das FairPay Bündnis und die Frage der Transparenz
  • Gagendisparität in der Filmbranche
  • Das Gender Positionspapier des BFFS
  • Epilog: Im 21. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
  • (Weiterlesen – Read On)


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SchspIN in London

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Heute geht es um meinen jüngsten London-Aufenthalt, diverse Treffen mit Filmfrauen und eine neue Unterkunft für Künstler*innen im Nordosten der Stadt. Und es gibt viele Fotos.

London

London ist eine tolle Stadt, die ich früher regelmäßig besucht habe, allerdings leider zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Deshalb gab es für mich viel Altes und Neues zu entdecken, und dazu noch die Nachwellen des kurz zuvor stattgefundenen Brexit-Referendums, –  wobei in London mit 60 % mehrheitlich pro EU gestimmt wurde.
Die meiste Zeit verbrachte ich mit beruflichen oder SchspIN-Treffen, die ja auf ne Art auch beruflich (Weiterlesen – Read On)