SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Methodik: Schäfchen Zählen ist leicht – Methodology: And Dream of Sheep

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Letzten Monat war ich auf Einladung von Prof. Dr. Elizabeth Prommer (Institut für Medienforschung an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock) im Forschungskolloquium im MA-Studiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft, um über meine SchspIN-Arbeit zur Situation vor der Kamera zu berichten. Mein Vortrag hieß „Schäfchen Zählen ist leicht“ und ging der Frage nach, wie Film- und Fernsehrollen bzw. Schauspieler*innen in einer Produktion erfasst und aussagekräftig statistisch ausgewertet werden können. Dieser Vortrag ist die Grundlage für den heutigen Text, der außerdem drei Beispiele (einen Fernsehfilm, einen Kurzfilm und eine Gender-Filmstudie) beleuchtet.
Besetzungen lassen sich schwerer auswerten als beispielsweise Gewerke; im Gegensatz zu Angaben wie Regie, Drehbuch, Kamera, Kostüm, Casting u.a.m. eines Films werden vollständige Besetzungslisten nicht veröffentlicht, es gibt vielleicht 18 bis 25 unterschiedlich große Sprechrollen, aber außer der Produktion und den an ihr Beteiligten kennt niemand diese Liste.

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Schäfchen Zählen ist leichter. Dezember 2016

Das Bild des nächtlich-schlaflosen Schäfchen-Zählens [Weiterlesen – Read On]

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Schauspiel und Fair Pay & Acting

English Version follows German.

Lohngerechtigkeit für Alle

Heute geht es um die Fair Pay Initiative für Gerechtigkeit auf dem Gehaltszettel und die Filmbranche, speziell um – ungleiche – Gagen von Schauspieler*innen. Und es geht um Gender Prämien GapGender Pay Gap und Status Pay Gap.

  • Prolog: Im 23. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
  • Das FairPay Bündnis und die Frage der Transparenz
  • Gagendisparität in der Filmbranche
  • Das Gender Positionspapier des BFFS
  • Epilog: Im 21. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
  • (Weiterlesen – Read On)


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Geschlechtergerechtigkeit beim Film – Gender Equality & Film Industry

English Version follows German.

Ver.di FilmUnion Stammtisch zu Filmbranche und Gender

Am 11. Juni 2015 fand bei der ver.di FilmUnion in Berlin ein Stammtisch zum Thema Geschlechtergerechtigkeit beim Film statt. Ich war eingeladen, die grundsätzliche Situation von Frauen und Männern in der Film- und Fernsehbranche hinter und vor der Kamera zu beschreiben. Meine Ausgangsfragen waren:

  •  Wer arbeitet in welchem Gewerk?
  • Wer arbeitet in welchem Film?
  • Wer bekommt wie viel Geld?

Hier die Abbildungen meiner Präsentation.
Es zieht sich durch die meisten Gewerke und Filmgruppen, dass Filmfrauen weniger beschäftigt sind als ihrem Anteil unter den jeweiligen Filmschaffenden entspricht. Auch die wenigen Daten, die es zur Gagen- bzw. Honorarsituation gib weisen auf eine [Weiterlesen – Read On]


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Live dabei: Die ZDF-Fernsehrat-Pressekonferenz vom 19.9.14

ZDF-Fernsehrat: Pressekonferenz Sept. 2014

Der ZDF-Fernsehrat tagt normalerweise in Mainz, aber einmal im Jahr kommt er in Berlin zusammen; letzte Woche, am 18. und 19. September, war es wieder einmal soweit. Auf der anschließenden Pressekonferenz äußerten sich Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Fernsehrats, und ZDF-Intendant Thomas Bellut u.a. zu zwei Themen, über die ich erst kürzlich gebloggt habe (Fernsehen: der öffentliche Anspruch): zur Manipulation der Ratingshow DEUTSCHLANDS BESTE und zur Berichterstattung rund um die Fußball WM der Männer 2014. Auch die gendermäßig unausgeglichene Besetzung im fiktionalen Bereich kam kurz zur Sprache. Na gut, zugegeben, ich war bei der PK und hatte die Herren auf die letzten beiden Punkten [Weiterlesen – Read On]


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Frohe Ostern – SchspIN in Motion – Happy Easter

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Statt Ostereiern eine Vorankündigung:
Zur Zeit ist ein audiovisueller Ableger von SchspIN in Vorbereitung,
die Reihe „SchspIN in Motion“.
Demnächst mehr an dieser Stelle.

Sonnige Grüße!

SchspIN wünscht Frohe Ostern - Happy Easter by SchspIN
SchspIN wünscht Frohe Ostern – Happy Easter by SchspIN

English Version

In place of easter eggs here’s an announcement:
At the moment an audiovisual branch of SchspIN is being prepared,
called “SchspIN in Motion”.
Stay tuned to this blog to find out more.

Sunny greetings!


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Kino, Kinder, Karriere? – Cinema, Career, Children?

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Kino, Kinder, Karriere: wie familienfreundlich ist die Filmbranche?

Dieser Text ist sehr viel länger geworden als üblich. Dies liegt daran, dass ich zum ersten mal über die (Nicht-)Vereinbarkeit von Familie und Filmberufen schreibe, und dazu einiges an Grundlagendaten zusammentragen musste.

Kürzlich las ich auf einer Zugfahrt die Titelstory von mobil, dem Magazin der Deutschen Bahn (Märzausgabe) „DER SCHON WIEDER“. Darin hieß es: „Wotan Wilke Möhring ist einer der meistbeschäftigten Schauspieler – und alle schauen hin. Wer so fleißig arbeitet, braucht eine kleine Auszeit. Die Drehpause nutzte mobil für ein entspanntes Gespräch über Kinder und Karriere, den deutschen Film und darüber, wie es sich anfühlt, von Beginn an einen Lauf zu haben.“
Wotan Wilke Möhring, 46 Jahre alt, hat 3 kleine Kinder und ist in der Tat in Film und Fernsehen zur Zeit sehr präsent, 2013 sah man ihn u.a. als norddeutschen Tatortkommissar (FEUERTEUFEL), als Hauptfigur in den Kinofilmen DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE und MANN TUT WAS MANN KANN, in der TV-Familiensaga DAS ADLON und allein sechs mal in den 2013er ZDF Fernsehfilmen der Woche: in OBENDRÜBER, DA SCHNEIT ES und in EINE FRAGE DES VERTRAUENS sowie in vier STRALSUND-Krimis.
Möhring gehört zu einer Minderheit, weil er viel dreht, und weil er drei Kinder hat. Denn 6 von 10 Schauspieler/innen in Deutschland sind kinderlos, von denen mit Kindern haben lediglich14 % mindestens drei, und nur 2 % vier oder mehr Kinder (Bührmann und andere, 2010).
Dabei gibt es gerade unter den renommierten Schauspielern einige mit großen Familien: [Weiterlesen – Read On]


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Die Geduld der Frauen… – Women’s Patience…

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Die Geduld der Frauen ist die Macht der Männer

Am Mittwoch Abend fand im Grünen Salon der Volksbühne Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wer spielt im deutschen Fernsehen eine Rolle? Frauenbild zwischen Fernsehrealität und Wirklichkeit“ statt, veranstaltet von WIFT Germany.
Unter der Moderation von Dr. Sylvia Nagel (Regisseurin und Produzentin, ProQuote) diskutierten sehr engagiert, kompetent und unterhaltlich Dr. Christine Otto (Drehbuchautorin, VDD), Käthe Niemeyer (Regisseurin), Winka Wulff (Film- und Fernsehproduzentin, Polyphon) und Anja Dihrberg (Casting Director, BVC).
Ich war auch dabei mit Zahlen und Gedanken aus diesem Blog – und werde in nächster Zeit noch einmal ausführlicher über die Veranstaltung berichten. Heute nur der Hinweis auf das MEDIENMAGAZIN von Radioeins RBB mit Jörg Wagner, der morgen (Samstag 25.1.) zwischen 18 und 19 Uhr Ausschnitte der Diskussion und Interviews senden wird.
Ansonsten noch ein anderer Gedanke. Und zwar las ich am Tag danach auf Twitter eine Kritik an der Zusammensetzung des Panels.
VeraLi_Maenner2Ich bin sehr dafür, dass Fernseh- oder sonstige Männer dieses  Thema öffentlich diskutieren, in Panels sitzen und sich positionieren. Unbedingt.
Auch diesen Mittwoch [Weiterlesen – Read On]