SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


Ein Kommentar

Deutsches Kino 2015: Frauen machen Kostüme und Besetzung – German Cinema 2015: Top 100 Films, 12 Team Positions

English Version follows German.

Ich bin wiederholt gefragt worden, warum ich seit Februar nicht mehr beim Karaoke in meiner Stammkneipe war.
Ein Grund ist die Bekanntgabe der Top 100 deutschen Kinofilme 2015, der Filme mit den meistverkauften Eintrittskarten, durch die Filmförderungsanstalt FFA während der Berlinale. Seitdem werte ich sie in meiner Freizeit in Hinblick auf den Frauenanteil in 12 Gewerken bzw. unter den jeweiligen Hauptverantwortlichen aus. (Weiterlesen – Read On)


2 Kommentare

FilmMittwoch im Ersten: „Nur Fiktion“? – Wednesday TV Films: „Only fictional“?

English Version follows German.

Die ARD MittwochsFilme 2011 bis 2014

Heute geht es um die Besetzung der ARD MittwochsFilme der letzten vier Jahre, 2011 bis 2014, um die quantitative Verteilung der Frauen- und Männerrollen und die Alterskurve der Schauspieler*innen und um einen Vorschlag für besseres Monitoring.
Der Text enthält sechs Abbildungen und eine Tabelle.

Einführung
Datengrundlage

Frauen- und Männerrollen 2011 bis 2014
Männerlastige Filme
Frauenlastige Filme
Altersverteilung Schauspieler*innen 2014
Auswertung und Diskussion
Ausblick und die Frage des Pflichtmonitoring

Einführung

Nachdem ich bereits mehrfach die ARD-Tatorte und die ZDF-Fernsehfilme der Woche vor und hinter der Kamera analysiert hatte soll es heute um den FilmMittwoch im Ersten gehen. Auf dem 20.15 Uhr Sendeplatz werden Premieren und Wiederholungen gezeigt, ich werte die 116 erstausgestrahlten [Weiterlesen – Read On]


3 Kommentare

Berliner Theatertreffen 2015. Und Rollentausch. – Berlin Theatre Festival 2015. And Gender Switching.

English Version follows German.

Heute geht es um das 52. Theatertreffen, das aktuell in Berlin stattfindet. Und um Rollentausch – d.h. das Besetzen von Rollen mit Schauspieler/innen des anderen Geschlechts (in Theater und Film).

Berliner Theatertreffen 2015. Und Rollentausch.

Zum Theatertreffen werden jedes Jahr die zehn bemerkenswertesten Theaterinszenierungen im deutschsprachigen Raum einer Saison eingeladen. Auch dieses Jahr sind wieder alte Stücke am Start (das älteste, JOHN GABRIEL BORKMAN von Henrik Ibsen, wurde im Jahr 1896 uraufgeführt – eingeladen ist die Inszenierung von Karin Henkel, Deutsches Schauspielhaus Hamburg) und neu entstandene wie das Rechercheprojekt COMMON GROUND, das Regisseurin Yael Ronen gemeinsam mit ihrem Ensemble am Berliner Gorki Theater entwickelte.
Außerdem sind zwei Dramatisierungen von Spielfilmen dabei: WARUM LÄUFT HERR R. AMOK? (Regie Susanne Kennedy, Münchner Kammerspiele) nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder und Michael Fengler (1970) und DAS FEST (Regie Christoph Rüping, Schauspiel Stuttgart) nach dem Dogma 95-Film von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov (1998).
Hier alle 10 Produktionen, einige statistische Auswertungen zu den insgesamt 30 Inszenierungen 2013 bis 2015, [Weiterlesen – Read On]


Hinterlasse einen Kommentar

Wer erzählte die Tatorte 2011-14? – Who told Germany’s Top Cop Dramas 2011-14?

English Version follows German.

Wer erzählte die Tatorte 2011-14?

Ein Auswertung von Regie, Drehbuch und Hauptcast.

Es ist Montag. Diejenigen die an Einschaltquoten glauben sprechen über die Zahlen des Vorabends und da spielt wie immer der wöchentliche TATORT eine große Rolle.
In letzter Zeit haben viele TATORTE versucht aus dem alten Rahmen auszubrechen, sie taten das beispielsweise durch Action und besonders viele Leichen. Das Muster der alten Geschlechterklischees bleibt meist weiter bestehen, wie drei Kommentare zur gestrigen Kölner Folge FREDDY TANZT (Regie Andreas Kleinert, Drehbuch Jürgen Werner), die ich noch nicht gesehen hab, zeigten:

[Weiterlesen – Read On]


Ein Kommentar

Tatorte 2013, ein Rückblick – Germany’s Top Cop Drama Tatort in 2013

English Version follows German.

Tatorte 2013, ein Rückblick

Die 2013er Tatorte: Regie, Drehbuch, Altersverteilung der Besetzung und mehr.

2013 war der TATORT wieder das fiktionale Format mit den höchsten „Einschaltquoten“ (durchschnittlich 9,3 Mio. Zuschauer/innen pro Folge). Und gleich beginnt der heutige Tatort: ABGRÜNDE aus Wien, begleitet von unterhaltsamen Diskussionen der Onlinegemeinde unter dem Hashtag #tatort auf Twitter, – unterhaltlich auch der Account @TatortWatch, hier twittern Grünen Rechts- und InnenpolitikerInnen „aus Freude am tatort über fiktive BürgerInnenrechtsverletzungen“, mit tweets wie „Bei der Weitergabe von Informationen aus laufenden Ermittlungen an andere Dienststellen/Beamte braucht’s übrigens immer eine Rechtsgrundlage“ und „Der nicht-zuständige Ermittler plaudert Details der Ermittlungen an Verwandte des Tatverdächtigen aus. Mindestens ein Dienstvergehen“.
Regie beim heutigen Tatort führte Harald Sicheritz, das liegt im Trend, denn die Tatorte sind ein Männerformat:
Tatorte11b13_RegBu_dt2013 nur 5,6 % Regisseurinnen, und ein Frauenanteil von 8,7 bei den Drehbüchern, wie kommt das? Wer entscheidet so etwas? Wollen Frauen nicht, oder werden sie nicht gefragt? An einem Mangel an weiblichen Filmschaffenden kann es nicht liegen; diese Werte liegen weit unter den Frauenanteilen in den Berufsverbänden, – es wird Zeit, dass sich die Sender öffentlich dazu äußern. [Weiterlesen – Read On]


5 Kommentare

ZDF Fernsehfilme der Woche 2013 – TV Movies of the Week on ZDF 2013

English Version follows German.

ZDF Fernsehfilme der Woche 2013

Kurzfassung: eine Analyse der Rollen- und Altersverteilung nach Geschlechtern von den 46 Filmen der ZDF-Reihe „Fernsehfilm der Woche“ 2012. Wieder einmal gibt es deutlich mehr und ältere Männer- als Frauenrollen. Ein Hoffnungsschimmer: mehr als 50 % der Besetzungslisten werden von Schauspielerinnen angeführt.

Montags um 20.15 Uhr läuft im Zweiten Programm regelmäßig der Fernsehfilm der Woche. Allerdings, wer denkt, in dieser Reihe werden keine Krimi gesendet, täuscht sich, denn tatsächlich gab es 2013 bei den 46 Filmen dieser Rubrik einen 3/4 Anteil von Krimis und Thrillern. Die Filme wurden – mal wieder – sehr mehrheitlich von Männern inszeniert, der Frauenanteil in der Regie lag bei 9 % (im Regieverband ist der Anteil 24 %, in der Abbildung links mit der kleinen grünen Raute dargestellt) und bei den Drehbüchern sind die entsprechenden Frauenanteile 35 % (Fernsehfilme) und 40 % (VDD).

FFilm13_RegBu_Gen_dDas bedeutet, dass nur jede 3. Geschichte von einer Frau geschrieben wurde und weniger als jede 10. von einer Frau filmisch umgesetzt wurde.
Ist das schlimm? Erzählen alle Männer Geschichten komplett anders als es alle Frauen tun würden? Natürlich nicht. Aber natürlich ist so ein Ungleichgewicht natürlich auch nicht. Es wäre [Weiterlesen – Read On]


Ein Kommentar

Radionachlese 2013: Im Gespräch – Review 2013: Talk on the Radio

English Version follows German.

Im Deutschlandradio Kultur läuft Samstags von 9 bis 11 Uhr die Gesprächsreihe „Radiofeuilleton – Im Gespräch , ein Format mit ein oder zwei Studiogästen und Publikumsanrufen zu wechselnden Themen. Am 8. September habe ich schon einmal darüber gebloggt (Wer spricht im Radio?), nachdem gestern die letzte Ausgabe 2013 lief hier eine kurze Jahresbilanz.
Die thematische Vielfalt dieser Sendung mit sich regelmäßig abwechselnden Moderatoren und Moderatorinnen ist groß, etwas einseitiger ist hingegen die Gästeliste: zu mehr als der Hälfte der Sendungen waren nur männliche Fachleute eingeladen (27 von 52), ein reines Expertinnenpanel kam fünf mal vor (dies entspricht knapp 10 %). 20 Sendungen, das sind weniger als 40 %, hatten sowohl männliche als auch weibliche Gäste.

Radio_2013

Natürlich muss nicht in jeder Sendung Geschlechterparität bei den Gästen bestehen, aber ein so großes Ungleichgewicht aufs Jahr betrachtet ist schon [Weiterlesen – Read On]