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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Hauptsache der Name stimmt – It’s All in the Name

English Version follows German.

Jede PR ist gute PR, Hauptsache, der Name ist richtig geschrieben

Ich habe zwei Vornamen und einen Nachnamen und kenne die Freude, wenn sie richtig geschrieben oder in der richtigen Reihenfolge genannt werden (erstaunlich oft werden die beiden Vornamen vertauscht), oder mein Nachname richtig ausgesprochen wird (früher hieß es oft „Ah, Stiefel!“, heute eher „Ah, Steve!“, – Radio Bremen hatte mich sogar einmal zu einer Deutsch-Amerikanerin gemacht).
Der korrekte Name ist die halbe Miete, aber eben nicht die ganze, denn was nützt es, wenn gleichzeitig etwas Falsches über Dich geschrieben oder Dir bei einem Interview fremde Aussagen in den Mund gelegt werden. Eine weitere, auch nicht erfreuliche Variante ist, dass die Fakten stimmen, aber dafür der Name fehlt, dass betroffene Personen gar nicht erwähnt werden.
Mir scheint, dass das Frauen häufiger passiert als Männern, und das beeinflusst unser aller Sicht auf die Menschen, auf unsere Gesellschaft, auf die Welt und was in ihr vorgeht. Ich habe dazu keine Erhebungen gemacht, aber eine Stunde Beschäftigung mit einem Lexikon oder mit Wikipedia bestärkt diesen Eindruck. Nicht nur, dass es kürzere biographische Angaben zu weniger Frauen gibt, oft ist es auch so, dass bei einer Frau ihr Mann oder ihr Vater erwähnt werden, bei dem jeweiligen Mann aber nicht die Frau oder die Tochter. Dazu kommt das wirklich problematische generische Maskulinum, das es nicht nur in der deutschen Sprache gibt und das Frauen verschwinden lässt.

Die Henne oder das Ei – Wie ist das mit der Bekanntheit?

Letzten Donnerstag twitterte der Berliner Tagesspiegel: „#Facebook-Gründer #Zuckerberg & Gattin erwarten wieder Nachwuchs“. Auch im zugehörigen Artikel ist in der Überschrift nur von „Mark Zuckerberg und Frau“ die Rede.Eine Artikelüberschrift fällt stärker ins Auge und ist auch in Bezug auf Online-Suchergebnisse relevant. Leider taucht hier die schwangere Priscilla Chan namentlich nicht auf. Warum, weil es [Weiterlesen – Read On]

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Die Berlinale und die Frauen – No Future without a Past?

English Version follows German.

Die Berlinale und die Frauen – Keine Zukunft ohne Vergangenheit?

Am 18. Februar fand zum vierten Mal während der Berlinale eine Veranstaltung vom Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund / Köln statt, wie im Vorjahr im Familienministerium BMFSFJ. Diesmal unter dem Titel:

NO FUTURE WITHOUT A PAST – Save Your Place in Film History! Wer entscheidet heute darüber, was wir morgen erinnern? Feminismus, Diversität & Filmarchive. (Weiterlesen – Read On)


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Kriegerkönigin in einer überwiegend männlichen Welt – Warrior Queen in a Predominantly Male World

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Yaa Asantewaa: Kriegerkönigin in einer überwiegend männlichen Welt

Heute ist Internationaler Frauentag, ein gutes Datum für einen Rückblick auf die diesjährige Berlinale-Veranstaltung des IFFF (Internationales Frauenfilmfestival Dortmund Köln) am 12. Februar „Get Networked Up„, das diesmal im BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) stattfand, – und den inspirierenden Beitrag der britischen Regisseurin und Drehbuchautorin Amma Asante.
Vor einem Jahr habe ich über die 2014er IFFF-Berlinale Veranstaltung gebloggt und die Abschlussrede, eine Intervention, der bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanić (GRBAVICA – ESMAS GEHEIMNIS – Goldener Bär Berlinale 2006) zum Geschlechterungleichgewicht in der Filmbranche abgedruckt (Berlinale 2014 und die Decke aus Celluloid).

Am 12. Feb war Jasmila Žbanić wieder dabei, sie stellte das Projekt „Women Make Great Films“ mit dazugehörigem Video vor. Die Abschlussrede hielt diesmal Amma Asante (A WAY OF LIFE – BAFTA Carl Foreman Award für den besten britischen Debütfilm 2004, BELLE). Mit freundlicher Erlaubnis von ihr und dem IFFF hier der leicht gekürzte Text [Weiterlesen – Read On]


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Zwei Jahre SchspIN: Ein Rückblick – Two Years SchspIN: Best Of

English Version in BlackDeutsche Fassung in Blau.

Zwei Jahre SchspIN: Ein Rückblick – Two Years SchspIN: Best of

BLOGPARTY! Infos, Links, & Musick

Heute vor zwei Jahren ging SchspIN online (SchspIN ist am Start). Seit dem sind 62 Beiträge mit insg. x (keine Ahnung, hab sie nicht gezählt) Bildern und Grafiken erschienen.
Two years ago today SchspIN was put online (And Action!). Since then 62 texts with a total of x images and figures no idea how many, didn’t count them) have been published.
Kommt zur Party, es gibt Kuchen (und am Ende tolle Musik)!

Come and celebrate, there’s cake for everybody (and lovely music at the end)!SchspIN_TorteFor readers old and new, here’s looking back on two years‘ blogging, in an incomplete and unsorted way. These are the groups. Für alte und neue Leser/innen hier ein Rückblick, ohne Anspruch auf System oder Vollständigkeit. Hier die Gruppen:

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Berlinale 2014 und die Decke aus Celluloid – Berlin Int. Film Festival 2014 and the Celluloid Ceiling

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Der Wettbewerb der Berlinale 2014 und die Decke aus Celluloid

Heute stehen die Wettbewerbsfilme der 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin und eine Intervention der bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanić zum Geschlechterungleichgewicht in der Filmbranche im Mittelpunkt.

Vor ein paar Tagen ging die diesjährige – schneefreie – Berlinale zuende. Für mich ragten aus den 11 spannenden, anregenden Tagen und Nächten zwei Ereignisse besonders hervor: zum einen hatte ich das Glück, eine Karte für die Premiere des japanischen Wettbewerbsbeitrags 小さいおうち / CHIISAI O UCHI (Das kleine Haus) von Yôji Yamada zu ergattern. Ein sehr toller Film, dessen eine Hauptdarstellerin, Haru Kuroki, mit dem silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
Außerdem lernte  ich die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić kennen, ihren beeindruckenden Film ESMAS GEHEIMNIS – GRBAVICA hatte ich vor 8 Jahren auf der Berlinale gesehen, als er den Goldenen Bären gewann. Zbanic nahm dieses Jahr an der vom Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund Köln organisierten Podiumsdiskussion „Get yourself connected – a discussion on the status of women in film and gender equity” teil. Sie begann die Veranstaltung mit einer Intervention, und hat mir netterweise erlaubt, diese für mein Blog zu übersetzen und abzudrucken. Hvala puno!
Doch zuvor ein statistischer Blick auf den Berlinale Wettbewerb: den diesjährigen Gewinner des Goldenen Bären BA RI YAN HUO (Black Coal, Thin Ice) von Regisseur Yinan Diao und die 19 anderen Filme.
Berlinale2014_WettbIch habe den 6-Gewerke-Check durchgeführt, d.h. [Weiterlesen – Read On]


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Vier A-Festivals: 6-Gewerke-Check – Crew Count for 4 Film Festivals

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Heute gibt es den 6-Gewerke-Check für die Wettbewerbsfilme von vier A-Festivals 2013: Internationale Filmfestspiele Berlin (D), Festival de Cannes (F), Festival del Film Locarno (CH) und Mostra internazionale d’arte cinematografica di Venezia (I). Die insgesamt 79 aktuellen,  internationalen Filmproduktionen sind überwiegend Spielfilme, in Locarno und Venedig liefen jeweils zwei Dokumentarfilme im Wettbewerb, und in Venedig außerdem der Animationsfilm Kaze Tachinu von Hayao Miyazaki. In Venedig gewann erstmals ein Dokumentarfilm den Goldenen Löwen: Sacro GRA (Regie: Gianfranco Rosi).
Wie leider zu erwarten gibt es bei allen vier Wettbewerben in den 6 Gewerken Regie, Drehbuch, Produzent/in, Kamera, Ton und Schnitt einen Männeranteil von mehr als 50 %, wobei die Festivals hierbei deutliche Unterschiede aufweisen. In keinem Wettbewerb erhielt der Film einer Regisseurin die Auszeichnung als Bester Film oder für die Beste Regie, kein Preis ging an eine Drehbuchautorin oder Kamerafrau.
In der Grafik sind noch zwei weitere Werte erfasst: der Mittelwert aus diesen 4 Filmfestivals für jedes Gewerk, das ist die Raute mit der gestrichelten Linie, und der Deutscher Filmpreis, d.h. der 6-Gewerke-Check für die 17 Filme, die in den Nominierungen zum Deutschen Filmpreis 2013 vorkamen, der vermutlich am ehesten vergleichbarer Wert aus Deutschland für kulturell bedeutsame Filme (ausführlicher beschrieben hier: Kunst oder Kommerz, wo arbeiten die Filmfrauen?). Bei Regie (30 %) und Schnitt (60 %) sieht es deutlich [Weiterlesen – Read On]


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Berlinale 2013: Die Bären und die Frauen – The Bears and the Women

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Die diesjährige 63. Berlinale ging am 17. Februar zuende. Wie so viele andere habe ich leider einen Großteil des Festivals verpasst, da mich der umgehende Virus erwischte. Immerhin, eine sehr tolle Veranstaltung am Freitag 15. habe ich trotzdem besucht: YOU CANNOT BE SERIOUS – organisiert unter anderem vom Frauenfilmfestival Dortmund Köln. In der schicken Landesvertretung von NRW fand die Veranstaltung statt, die mit einigen flotten, höchst informativen Kurzvorträgen begann und dann zu einer gut besetzten und (auch für Grippekranke) sehr mitreißenden Podiumsdiskussion über den Status von Frauen in der Filmbranche wurde, mit Vertreterinnen internationaler Frauenfilmorganisationen, Pressevertreter/innen und Filmschaffenden aus den unterschiedlichsten Bereichen. [Weiterlesen – Read On]