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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Frage Dich: Was würde DRadio Kultur machen? – Ask yourself: What would DRadio Kultur do?

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In letzter Zeit habe ich öfter gehört, es würde an den Redakteurinnen liegen, dass so wenig Regisseurinnen im deutschen Fernsehen arbeiten. Belastbare Zahlen dazu habe ich noch nicht gefunden, allerdings, wenn die Redakteur*innen entscheiden, wer Regie führt, dann muss es angesichts der niedrigen Frauenanteile im Regiebereich generell zumindest auch an den Männern liegen. Aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.
Heute geht es um die Arbeit einer – rein weiblich besetzten – Radioredaktion, deren Sendungen in den letzten 2 ½ Jahre eine gewisse Frauenblindheit (s.u.) vermuten lassen.
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Sollen wir sie reinlassen? – Open the Door, Let ‚em in!

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Spitzen: Der Deutsche Bühnenverein und die Akademie der Künste haben erstmals eine Präsidentin gewählt, die FIFA ein neues Exekutivkomitee und einen rücktretenden Präsidenten, und der BFFS und die Commerzbank hadern mit den eigenen Vorgaben.

Wollen wir sie endlich reinlassen?

Über die Genderrepräsentanz in Vorständen von Filmverbänden habe ich ja bereits drei mal gebloggt (Teil 1: Die Verbände, Teil 2: Der BVR, Teil 3: Der BFFS). Und auch in anderen gesellschaftlichen, z.B. politischen und wirtschaftlichen, Zusammenhängen ist aktuell die Vertretung von Frauen und Männern in Führungsgremien bei uns und auch international immer wieder Thema. Frauenquoten oder Selbstverpflichtungen für Aufsichtsräte und paritätisch zu besetzende Kandidat/innenlisten sind Anzeichen dafür, dass der Glaube an das regelt sich schon von alleine oder es ist doch egal langsam schwindet.
Ich werfe heute einen Blick auf drei Wahlen der vergangenen Woche. In zwei Fällen aus dem Kultursektor wurden erstmals seit über 150 bzw. über 300 Jahren Frauen an die Spitze gewählt, – bei weiterhin männlich dominierten Spitzengremien. Wir dürfen gespannt sein ob sich etwas verändert in den jeweiligen Organisationen, ihrer Politik und ihrer Kunst. Die dritte Wahl fand in einem Verband statt, dessen Exekutivorgan per Satzung einen Frauenanteil von 4 % hat, und der die Interessen von Männern und Frauen [Weiterlesen – Read On]


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Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS – Filmmakers‘ Unions and Gender: Acting. Part 3 / 3

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Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS

PROLOG

  • „Natürlich kann eine weitere Frau in den Vorstand. Es muss aber eine Frau mit Eiern* sein.“
  • „Eine Frau im Vorstand macht nur Sinn, wenn Sie bekannt und ein richtiges Kaliber* ist.“

* EIER: umgangssprachlicher Ausdruck für die Hoden des Mannes, die als Sinnbild für Männlichkeit, Mut und Durchsetzungsvermögen stehen.
* KALIBER: Bezeichnung für den Durchmesser von Schusswaffen.

Nachdem ich im Teil 1 Wer vertritt hier wen? Die Filmverbände die absolute und relative Repräsentanz von Frauen und Männern in den Vorständen von 18 Filmverbänden untersucht habe und in Teil 2 den BVR und Genderpolitik, steht heute der BFFS Bundesverband Schauspiel im Fokus.

(DER BUNDESVERBAND) SCHAUSPIEL UND GENDER/-POLITIK

Beim BFFS ist im Vergleich zum BVR so ziemlich alles anders, was nur geht. Der Verband hat wesentlich mehr Mitglieder (über 2.500), unter denen Frauen und Männer grob 50:50 verteilt sind. Im Vorstand (beim BVR 4 Frauen, 5 Männer) sitzen 6 Männer und 1 Frau. Logischerweise gibt es aktuell da auch keinen wachsenden Frauenanteil, im Gegenteil, vor 2 oder 3 Jahren wurden die Sitze von 6 auf 7 erhöht, und der Neue war wieder ein Mann. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber: auch der [Weiterlesen – Read On]


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Filmverbände und Gender Teil 2: Der BVR – Filmmakers‘ Unions and Gender: DIRECTING. Part 2 / 3

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Filmverbände und Gender Teil 2: Der BVR

ZWEITER TEIL: (DER BUNDESVERBAND) REGIE UND GENDER/-POLITIK

Heute geht es u.a. um den Regieverband BVR und den von ihm initiierten Diversitätsbericht. Dies ist Teil 2 meiner Verbandsbetrachtungen, nachdem ich im ersten Teil (Wer vertritt hier wen? Teil 1 Die Filmverbände) die absolute und relative Repräsentanz von Frauen und Männern in den Vorständen von 18 Filmverbänden untersucht habe. Im abschließenden 3. Teil wird es um den Bundesverband Schauspiel BFFS gehen.

BVR – Der Bundesverband Regie

Der Bundesverband Regie (BVR), der 1975 gegründet wurde und seit 2011 offiziell – rein männlich – BVR Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure in Deutschland e.V. heißt, vertritt Film- und Fernsehregisseur/innen, auch als Drehbuchautor/innen und Produzent/innen, sowie Regieassistent/innen und Script/Continuities – allerdings keine Theaterregisseur/innen. Die teils sehr spannende Verbandsgeschichte ist übrigens online (Chronik des BVR) anschaulich zusammengefasst – vielleicht auch eine Anregung für manch andere Verbandswebseite?)
BVR-Vorstandswahlen finden alle zwei Jahre statt. Hier die Ergebnisse der letzten drei:
Vorstand_BVRVon der Mitgliederversammlung im Februar 2014 wurde außerdem mit überwältigender Mehrheit die Erstellung eines Regie-Diversitätsberichts beschlossen, der die Regievergabepraxis in den fiktionalen Primetime-Programmen – d.h. zwischen 18 und Uhr – von ARD und ZDF 2010 bis 2013 sowie die in diesen Jahren im Kino ausgewerteten Spiel- und Dokumentarfilme analysieren sollte.
Und im November wurde dieser umfangreiche [Weiterlesen – Read On]


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Wer vertritt hier wen? Teil 1: Die Filmverbände – Filmmakers‘ Unions: Who is in Charge? Part 1 / 3

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Wer vertritt hier wen? Teil 1: Die Filmverbände

Genderquoten für Aufsichtsräte – Filmverbände und die Frage der Repräsentation

Die Spitzen der Berliner Großen Koalition haben sich am 25. November auf die Einführung einer Genderquote für die Aufsichtsräte der 108 stärksten DAX-Unternehmen ab 2016 geeinigt, wie sie bereits der Koalitionsvertrag vorsah:

Aufsichtsräte von voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen, die ab dem Jahr 2016 neu besetzt werden, sollen eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent aufweisen. Wir werden eine Regelung erarbeiten, dass bei Nicht-erreichen dieser Quote die für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehenen Stühle frei bleiben.
Wir werden börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen gesetzlich verpflichten, ab 2015 verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, Vorstand und in den obersten Management-Ebenen festzulegen und zu veröffentlichen und hierüber transparent zu berichten. Die ersten Zielgrößen müssen innerhalb der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages erreicht werden und dürfen nicht nachträglich nach unten berichtigt werden.“
Koalitionsvertrag „Deutschlands Zukunft gestalten“ zwischen CDU, CSU und SPD (18. Legislaturperiode). 16. Dezember 2013.
Am 11. Dezember folgte der entsprechende Kabinettsbeschluss.

Ein passender Anlass, um einmal die Zusammensetzung der Vorständen von Filmverbänden zu betrachten.
Heute, im ersten Teil, geht es um die Vorstände von 18 Filmverbänden. Im zweiten und dritten Teil, der demnächst folgen werden, stehen zwei Verbände und ihre Genderpolitik im Mittelpunkt: der Regieverband BVR und der Schauspielverband BFFS.

ERSTER TEIL: DIE FILMVERBÄNDE UND IHRE VORSTÄNDE

Die erste Abbildung zeigt die absoluten Mitgliederzahlen von 18 Verbänden (Kostüm und Szenenbild sind ein Verband, der VSK, ich führe aber hier die beiden Gewerke getrennt auf), die zweite zeigt die prozentualen Frauen- und Männeranteile in den Verbänden.

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