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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Neroping during Script Development

Die deutsche Fassung dieses Textes wurde am 6.11.17 veröffentlicht.

  • The Initial Question
  • Die NEROPA-Ampel
  • Write first, decide later
  • Is that really necessary?
  • German Film Funding November 17
  • Epilogue: Ships that Pass in the Night

The Initial Question

Every now then I get asked if script writers can also work with the casting method NEROPA to modify the striking gender imbalance between female and male roles on television. The clear answer to that is “not really“ and “yes of course“ at the same time, and that is something I will talk about today.
Ideally the NEROPA check is performed by three individuals. Six eyes won‘t read thesame way , three brains will tick differently and people will have had different experiences in their lives. So the 3 will most probably find differing neutral roles in the investigated script, i.e. roles whose gender is not essentioal to the plot. Then the three will talk and agree upon a final list of neutral characteres (see also NEROPA-Check).

“not really“
A script – at least as long as it hasn‘t been altered by order of commissioning editors or others – represents the author‘s intention, it presents characters exactly in a way the authors meant them to be, they do and say exactly what the authors want them to do or say. If the authors were to nerope* their scripts they most probably end up with nil zero neutral roles as they were all intended to be who they are. Just ask a child about their soft toy: “Ah, so he‘s called Berti Bear. But couldn‘t it also be Berta Bear or Brownie Bear?“ No of course not. Everyone can see it‘s Berti Bear. (Actually I can‘t, but that‘s just the point. Stuffed animals‘ gender is in the eyes of the beholder. Or rather keeper.)
I imagine the characters in a script are like the stuffed animals of a writer, they have been playing / occupied with them for weeks , months or even years. The know them inside out, they know who they are and why they even are in the story in the first place. So the chances that an author will say „yes of course, these for or ten roles can be neutral“ (or worse still “sure, they can be deleted
“) are pretty dim.

“yes of course“
Now the author could go about getting to other persons, have them nerope the script and then discuss the neutral findings among the three of them. But that does not really [Weiterlesen – Read On]

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Ein Kommentar

Neropen in der Stoffentwicklung

The English Version of this text can be found here.

  • Die Ausgangsfrage
  • Die NEROPA-Ampel
  • Schreibe erst, entscheide später
  • Ist das wirklich nötig?
  • Die FFA-Filmförderung November 17
  • Epilog: Schiffe, die sich nachts begegnen

Die Ausgangsfrage

Ab und zu werde ich gefragt, ob auch Drehbuchautor*innen das Besetzungstool NEROPA anwenden können, um das Rollenungleichgewichte zwischen Männern und Frauen in Film und Fernsehen abzubauen. Die Antwort heißt „eher nein“ und „ja natürlich“ zugleich, letzteres werde ich heute erklären.
Der NEROPA-Check für einen Film wird idealerweise von drei Personen ausgeführt. Sechs Augen sehen mehr als zwei, Gehirne ticken nicht gleich und Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen. Die drei NEROPA-Beauftragten werden vermutlich differierende neutrale Rollen im Buch ausmachen, also Rollen, deren Geschlecht für die Handlung nicht wichtig ist. Dann sprechen sie miteinander und einigen sich auf eine gemeinsame Liste (siehe auch: Der NEROPA-Check).

„eher nein“
Ein Drehbuch – davon wollen wir ausgehen, zumindest solange es noch nicht beispielsweise in der Vorproduktion verändert wurde – ist das, was der Autor oder die Autorin meint, genau diese Figuren sollen darin vorkommen, genau das sagen sie, genau das tun sie. Wenn die Drehbuchautor*innen ihre fertiggestellten Bücher neropen* sollen, würden sie wahrscheinlich auf null neutrale Rollen kommen. Fragt mal ein Kind nach den Namen seiner Stofftiere. „Ah, das ist also der Hasi. Könnte es nicht [Weiterlesen – Read On]


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Geschlechtergerechtigkeit beim Film – Gender Equality & Film Industry

English Version follows German.

Ver.di FilmUnion Stammtisch zu Filmbranche und Gender

Am 11. Juni 2015 fand bei der ver.di FilmUnion in Berlin ein Stammtisch zum Thema Geschlechtergerechtigkeit beim Film statt. Ich war eingeladen, die grundsätzliche Situation von Frauen und Männern in der Film- und Fernsehbranche hinter und vor der Kamera zu beschreiben. Meine Ausgangsfragen waren:

  •  Wer arbeitet in welchem Gewerk?
  • Wer arbeitet in welchem Film?
  • Wer bekommt wie viel Geld?

Hier die Abbildungen meiner Präsentation.
Es zieht sich durch die meisten Gewerke und Filmgruppen, dass Filmfrauen weniger beschäftigt sind als ihrem Anteil unter den jeweiligen Filmschaffenden entspricht. Auch die wenigen Daten, die es zur Gagen- bzw. Honorarsituation gib weisen auf eine [Weiterlesen – Read On]


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Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS – Filmmakers‘ Unions and Gender: Acting. Part 3 / 3

English Version  follows German.

Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS

PROLOG

  • „Natürlich kann eine weitere Frau in den Vorstand. Es muss aber eine Frau mit Eiern* sein.“
  • „Eine Frau im Vorstand macht nur Sinn, wenn Sie bekannt und ein richtiges Kaliber* ist.“

* EIER: umgangssprachlicher Ausdruck für die Hoden des Mannes, die als Sinnbild für Männlichkeit, Mut und Durchsetzungsvermögen stehen.
* KALIBER: Bezeichnung für den Durchmesser von Schusswaffen.

Nachdem ich im Teil 1 Wer vertritt hier wen? Die Filmverbände die absolute und relative Repräsentanz von Frauen und Männern in den Vorständen von 18 Filmverbänden untersucht habe und in Teil 2 den BVR und Genderpolitik, steht heute der BFFS Bundesverband Schauspiel im Fokus.

(DER BUNDESVERBAND) SCHAUSPIEL UND GENDER/-POLITIK

Beim BFFS ist im Vergleich zum BVR so ziemlich alles anders, was nur geht. Der Verband hat wesentlich mehr Mitglieder (über 2.500), unter denen Frauen und Männer grob 50:50 verteilt sind. Im Vorstand (beim BVR 4 Frauen, 5 Männer) sitzen 6 Männer und 1 Frau. Logischerweise gibt es aktuell da auch keinen wachsenden Frauenanteil, im Gegenteil, vor 2 oder 3 Jahren wurden die Sitze von 6 auf 7 erhöht, und der Neue war wieder ein Mann. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber: auch der [Weiterlesen – Read On]