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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Die Zukunft hat begonnen – The Future is now

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Heute geht es um die Besetzung des Social Spots A MESSAGE FROM THE FUTURE, den Molle&Korn  Moving Images for Social Change für die im Jahr 2000 gegründete Stiftung EVZ Erinnerung, Verantwortung und Zukunft produziert haben. Und um neutrale Rollen.

Wer weiß, was die Zukunft bringt

Vor kurzem wurde die NEROPA-Seite einem Relaunch unterzogen, auf der entsprechenden Unterseite heißt es nun zum vierten Fallbeispiel:

Noch gibt es diese Drehbücher vermutlich nicht, aber wer weiß, was die Zukunft bringt, und einen Versuch ist es allemale wert. Die Figuren werden zunächst als Charaktere mit bestimmten Eigenschaften definiert. Für jede Rolle dann nach der passenden Besetzung gesucht, Geschlecht ist zweitrangig. (…) Gerade das Science Fiction Genre könnte diese Freiheit bieten, eine Zukunft jenseits der binären Geschlechterrollen oder Männerdominanz in entscheidenden Funktionen ist auch ohne viel Fantasie vorstellbar.

Als ich diesen Mai das Besetzungstool NEROPA auf der internationalen WFTV UK Making a Difference Conference vorstellte ahnte ich noch nicht, wie schnell diese Zukunftsvision Realität werden könnte.

Casting für einen Social Spot

Jedoch, wie das Leben so spielt, kaum war ich aus London zurück, wurde ich von Molle&Korn (Berlin) zu einem Casting für den eingangs genannten Social Spot eingeladen – und zwar für die Hauptrolle Dr. Rellüm. Im Skript war das Geschlecht von Dr. Rellüm undefiniert, es hieß ein/e Archäologe/Archäologin, bzw. sie/er.
Ich bin der Einladung sehr gerne gefolgt, zum einen natürlich aus inhaltlichen Gründen (siehe DIE LEITGEDANKEN DER STIFTUNG EVZ), aber auch, weil mir die Arbeit von Molle&Korn sehr gut gefällt, und [Weiterlesen – Read On]


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Geschafft! – I Did It!

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In der Luft. 14. Mai 17
Heute geht es um erreichte und nicht erreichte Ziele, um Riga, eine internationale Konferenz von Filmfrauen in London und NEROPA.

We’re Running Up That Hill

Nächsten Monat ist es drei Jahre her, dass ich angefangen habe zu laufen, in der Vergangenheit habe ich schon mehrfach darüber gebloggt (Die Sache mit der Bavaria und den Schuhen, Und nach zwölf Wochen, Au weia ist das deutsch), und heute gibt es ein Update. Ich bin weiter gelaufen und nehme auch weiter an Laufwettbewerben und Volksläufen teil, meistens in der Langstreckendisziplin 5.000 m, aber auch ein paar mal über 10.000 m (u.a. mit Flughafenbezug: Elly Beinhorn-Lauf 2016 und Airport Night Run 2017). Letzten September hörte ich von einem tollen Laufwochenende in Riga, an dem neben Marathon auch Halbmarathon, 10.000 und 6.000 m gelaufen werden (und dazu noch ein Kinderlauf, da weiß ich grad die Strecke nicht). Die frühere Hansestadt und ehemalige Europäische Kulturhauptstadt Riga ist wunderschön, ich hatte das Glück, letztes Jahr dort zu drehen, da habe ich sie ein bisschen kennengelernt. Damals hatte ich auch eine Münze in die Daugava geworfen (das ist der Fluss, der durch die Stadt fließt), was bewirkt, dass man wiederkommt. Alles klar, ich habe mich also im Dezember für – Achtung! – den Halbmarathon angemeldet, mit der Option, nicht hinzufahren wenn was dazwischen kommt oder auf 10.000 m runterzustufen, wenn meine Vorbereitung nicht gut läuft. Allerdings hatte ich etwas unbedacht im Januar quasi öffentlich erzählt, dass ich den Halbmarathon laufen will, diese Aussage gibt es auf Film, das machte es für mich schon zu einer ziemlich ernsten inneren Verpflichtung (ist ja doof wenn Leute fragen: Wie war Dein Halbmarathon in Riga? Und Du sagst dann: Gut, ich hab ihn sogar in 10.000 m geschafft. Haha.)
Also habe ich mit einem 9-wöchigen Halbmarathon-Trainingsprogramm losgelegt (etwas verspätet, es blieben nur 6 Wochen) und mir folgende Ziele gesteckt, in dieser [Weiterlesen – Read On]


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Neues Jahr – Video Clip 1.1.2017 – New Year

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Ein Gedanke zum Neuen Jahr

2017 kann in der Film- und Fernsehbranche viel passieren. Der Anteil der Regisseurinnen wird – nicht zuletzt Dank der unermüdlichen Arbeit von Pro Quote Regie und anderer Filmfrauen und Zusammenschlüsse – weiter steigen, vielleicht auch der Anteil der Autorinnen. Langfristig wird sich hoffentlich auch etwas an der Fast-Männerexklusivität in den Gewerken Kamera, Beleuchtung und Ton ändern und der Fast-Frauenexklusivität bei Kostüm und Maske, aber das ist ein Thema für ein anderes Jahr.
Und wie wird es vor der Kamera? Werden auch 2017 weiter veraltete Rollenklischees für Männer und Frauen produziert, doppelt so viele Männer wie Frauen zu sehen sein, überwiegend (attraktive) Frauen unter 40, oft ohne erkennbaren Beruf, die weniger eigenständige Figur sondern Frau, Mutter, Schwester, Tochter oder Geliebte einer männlichen (Haupt-)Figur sind? Werden weiter Vorbilder und Identifikationsfiguren für Mädchen und Frauen fehlen?
Oder wird sich das endlich verändern?

Ohne die Drehbücher / die Geschichten grundsätzlich zu verändern, können durch den NEROPA-Check (siehe http://neropa.stieve.com/) Frauenanteil und Frauenvielfalt im fiktionalen Film und Fernsehen erhöht werden. Das ist ein erster Schritt, den jede Produktion [Weiterlesen – Read On]


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Schauspiel und Fair Pay & Acting

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Lohngerechtigkeit für Alle

Heute geht es um die Fair Pay Initiative für Gerechtigkeit auf dem Gehaltszettel und die Filmbranche, speziell um – ungleiche – Gagen von Schauspieler*innen. Und es geht um Gender Prämien GapGender Pay Gap und Status Pay Gap.

  • Prolog: Im 23. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
  • Das FairPay Bündnis und die Frage der Transparenz
  • Gagendisparität in der Filmbranche
  • Das Gender Positionspapier des BFFS
  • Epilog: Im 21. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
  • (Weiterlesen – Read On)


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SchspIN in London

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Heute geht es um meinen jüngsten London-Aufenthalt, diverse Treffen mit Filmfrauen und eine neue Unterkunft für Künstler*innen im Nordosten der Stadt. Und es gibt viele Fotos.

London

London ist eine tolle Stadt, die ich früher regelmäßig besucht habe, allerdings leider zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Deshalb gab es für mich viel Altes und Neues zu entdecken, und dazu noch die Nachwellen des kurz zuvor stattgefundenen Brexit-Referendums, –  wobei in London mit 60 % mehrheitlich pro EU gestimmt wurde.
Die meiste Zeit verbrachte ich mit beruflichen oder SchspIN-Treffen, die ja auf ne Art auch beruflich (Weiterlesen – Read On)


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Neropa II: „Ja, aber….“ – Neropa II: „Yes, But….“

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Alles Neue, alles Riskante richtete sich immer gegen die Vorstellung von Qualität,  jede neue filmische Bewegung hat sofort gegen die handwerklichen Regeln verstoßen.
Jutta Brückner. Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin. Quelle: Pro Quote Regie

Im Januar habe ich Neropa, meinen Vorschlag für mehr Geschlechter- und Rollenvielfalt auf Besetzungslisten, vorgestellt (Das Besetzungstool Neropa) und seitdem viele Gespräche über diese Methode geführt. Heute werde ich auf einige Gegenargumente eingehen. Außerdem wird es ein Preisausschreiben geben.
Zur Erinnerung: es gibt deutlich mehr Männer- als Frauenfiguren im Deutschen Film, im Deutschen Fernsehen. Die Frauenrollen weisen keine ähnlich breite Streuung (Weiterlesen – Read On)


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Das Besetzungstool NEROPA – A Casting Tool called NEROPA

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NEROPA – NEutrale ROllen PArität: Ein Weg zu mehr Rollenvielfalt

Das Beste an einem Film ist sich mit den Figuren identifizieren zu können.“
Geena Davis, US-amerikanische Schauspielerin. GDIGM.

„Ich glaube NEROPA würde ein hervorragendes Hilfsinstrument für die Verbesserung der Geschlechterverteilung bei Film- und Fernsehbesetzungen sein.
Es hat das Potenzial, besonders auch die Chancen für ältere Schauspielerinnen zu verbessern, deren Karrieren (Weiterlesen – Read On)