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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Der Inclusion Rider – Die Diversitätsklausel

The ENGLISH VERSION of this text was published in a separate article on June 15.

“I have two words to leave with you tonight, ladies and gentlemen: Inclusion Rider.”
Frances McDormand, US-amerikanische Schauspielerin

Reden über den Inclusion Rider

Auch hier in Deutschland taucht der Begriff Inclusion Rider seit einigen Monaten in Medien und sozialen Netzwerken auf, wobei ich den Eindruck habe, dass nicht ganz klar ist, worum es genau geht und dass eine Anwendung in der deutschen Filmbranche vielleicht nicht ohne weiteres machbar ist. Deshalb heute ein etwas ausführlicherer Artikel zum Thema. Alle Übersetzungen von Zitaten stammen von mir, ebenso etwaige Hervorhebungen darin.

Die Dankesrede einer Best Actress

Schlagartig einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde der Inclusion Rider – zumindest als Begriff – durch die Academy Awards, die Verleihung der US-amerikanischen Filmpreise im März 2018. Die Auszeichnung als beste Schauspielerin 2018 ging an Frances McDormand für ihre Hauptrolle in THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI, die zum Schluss ihrer Dankesrede alle nominierten Filmfrauen im Saal bat aufzustehen und sagte:

Wir alle wollen Geschichten erzählen und haben Projekte die finanziert werden müssen. Sprecht uns an, aber nicht auf den Parties heute Abend, sondern ladet uns in den nächsten Tagen in Euer Büro ein oder kommt zu uns, wie es am besten passt, und dann reden wir. Und ich möchte Euch noch zwei Wörter mit auf den Weg geben: Inclusion Rider.

Was ist und kann ein Inclusion Rider? McDormand sagte im Anschluss an die Preisverleihung, dass er Schauspieler*innen ermöglicht „in ihren Filmverträgen Quotierungen zu verlangen für Menschen die Diversität repräsentieren – Frauen, nicht-weiße Menschen (people of colour), Menschen mit Behinderungen und LGBTQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queer) – für Teampositionen hinter der und Rollen vor der Kamera.“ (tvguide 5.3.) und dass „alle, die Vertragsverhandlungen führen, 50 % Diversität in Cast und Crew (…) fordern können.“ (Hollywoodreporter 4.3.)
Diversität ist auch so ein Begriff, der recht unterschiedlich verwendet wird – ist Diversität die gesellschaftliche Realität, d.h. eine Mischung, dann müssten 100 % das Ziel sein, oder stellen die unterrepräsentierten Minderheiten Diversität dar, was heißen würde, dass weiße, heterosexuelle Frauen ohne Behinderung nicht dazu gehören, es sei denn, sie sind alt? Ein Thema für einen anderen Tag.
Der Inclusion Rider – ich schlage als deutschen Begriff Diversitätsklausel vor – wurde in der Oscarnacht und danach auch recht unterschiedlich definiert, was Raum für Fragen öffnete: Können diesen Passus alle Schauspieler*innen in ihre Verträge setzen? Ist es eine Absichtserklärung oder Pflicht? Geht es um die gesamten Crews? Wie soll die Klausel [Weiterlesen – Read On]

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Nominierungen für „Bester Film“ / And the Oscar 2013 goes to …

English Version follows German.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar wurden die Academy Awards 2013 („Oscars“) verliehen. Heute ein Blick auf die Nominierungen in der Kategorie Bester Film.
Für alle, die wie ich auch nicht genau wussten, wie es zu den Nominierungen kommt, hier das Prozedere (Quelle: Wikipedia).
Vorgeschlagen werden können Spielfilme, die „zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2012 im Gebiet von Los Angeles County erstmals mindestens sieben Tage lang in einem öffentlichen Kino gegen Entgelt gezeigt wurden„. Über die Vorschläge gab es dann eine Vorabstimmung unter den ca. 6000 aktiven Academy Mitgliedern. Die (5 bis 10)  Filme, die bei der Vorauswahl mindestens 5 % der Stimmen erhalten, werden dann die Nominierungen. Für das Jahr 2012 – also die Oscars 2013 – gab es neun Nominierungen. Hier sind sie in alphabetischer Reihenfolge: [Weiterlesen – Read On]