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Gedanken einer Schauspielerin – An Actress's Thoughts


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Audio: Wer spielt im dt. Fernsehen eine Rolle? – International Women’s Day

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Podcasts: Wer spielt im dt. Fernsehen eine Rolle? Frauenbild zwischen Fernsehrealität und Wirklichkeit

Am 22. Januar 2014 fand im Grünen Salon der Berlin Volksbühne die Podiumsdiskussion „Wer spielt im deutschen Fernsehen eine Rolle?“ statt, veranstaltet von WIFT Germany.

Das Panel:
Dr. Christine Otto, Drehbuchautorin, Dozentin. VDD Verband Dt.  Drehbuchautor/innen
Käthe Niemeyer, Regisseurin
Winka Wulff, Film- und Fernsehproduzentin. Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH
Anja Dihrberg, Casting Director, BVC Bundesverband Casting

Moderation:
Dr. Sylvia Nagel, Regisseurin, Produzentin, ProQuote Medien und WIFT Germany [Weiterlesen – Read On]

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Die Geduld der Frauen… – Women’s Patience…

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Die Geduld der Frauen ist die Macht der Männer

Am Mittwoch Abend fand im Grünen Salon der Volksbühne Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wer spielt im deutschen Fernsehen eine Rolle? Frauenbild zwischen Fernsehrealität und Wirklichkeit“ statt, veranstaltet von WIFT Germany.
Unter der Moderation von Dr. Sylvia Nagel (Regisseurin und Produzentin, ProQuote) diskutierten sehr engagiert, kompetent und unterhaltlich Dr. Christine Otto (Drehbuchautorin, VDD), Käthe Niemeyer (Regisseurin), Winka Wulff (Film- und Fernsehproduzentin, Polyphon) und Anja Dihrberg (Casting Director, BVC).
Ich war auch dabei mit Zahlen und Gedanken aus diesem Blog – und werde in nächster Zeit noch einmal ausführlicher über die Veranstaltung berichten. Heute nur der Hinweis auf das MEDIENMAGAZIN von Radioeins RBB mit Jörg Wagner, der morgen (Samstag 25.1.) zwischen 18 und 19 Uhr Ausschnitte der Diskussion und Interviews senden wird.
Ansonsten noch ein anderer Gedanke. Und zwar las ich am Tag danach auf Twitter eine Kritik an der Zusammensetzung des Panels.
VeraLi_Maenner2Ich bin sehr dafür, dass Fernseh- oder sonstige Männer dieses  Thema öffentlich diskutieren, in Panels sitzen und sich positionieren. Unbedingt.
Auch diesen Mittwoch [Weiterlesen – Read On]


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Wer spricht im Radio? – Listening to the Radio

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Es gibt Spannenderes als immer nur Bananen zum Frühstück…

Der Verein ProQuote hat gerade neue Zahlen zur Männerquote in den Medien veröffentlicht: 98% Chefredakteure im Printbereich, 82% TV-Chefs, 78% Online-Chefredakteure, 54% Hörfunkchefredakteure.
Im Radio sieht es also noch am besten aus. ,Meine’ Samstagvormittagssendung  „Im Gespräch“ (Deutschlandradio Kultur) wird beispielsweise gleichermaßen von Frauen und Männern moderiert. Aber kaum geht es an die geladenen Gäste, findet sich leider schon wieder das 2:1-Verhältnis: doppelt so viele Männer wie Frauen sprechen als Fachleute zum Radiopublikum. Wie kommt das? Muss das sein? Und hat es irgendwelche Auswirkungen?

Samstag vormittags höre ich regelmäßig die Radiofeuilleton-Reihe „Im Gespräch“ vom Deutschlandradio Kultur (= DKultur). Die geht so: Ein oder (meistens) zwei Gäste werden als Expert/innen zum Thema der Sendung eingeladen, manchmal vertreten sie konträre Standpunkte, manchmal kommen sie einfach auch nur aus verschiedenen (Arbeits-)Bereichen und ergänzen sich. Dazu gibt es eine Moderatorin oder einen Moderator, und außerdem können sich die Hörer/innen per Telefon oder Email mit Fragen bzw. Anmerkungen am Gespräch beteiligen.
Die Themen und Diskussionen sind  (für mich) mal mehr mal weniger interessant, mal unterhaltlich, mal unerfreulich, wie das eben so ist.
In den letzten Wochen habe ich auf einmal den Eindruck, [Weiterlesen – Read On]


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Im besten Alters für’s deutsche Fernsehen – The Perfect Age for German TV

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Letzten Monat hab ich je zwei Gruppen von deutschen Film- und Fernsehfilmen 2012 in Hinblick auf die Mitwirkung von Frauen hinter der Kamera und Frauen vor der Kamera analysiert. Obwohl in Deutschland ungefähr gleichviel Frauen wie Männer leben – Dezember 2011 waren es 41,64 Mio. Frauen und 40,21 Mio. Männer – erzählten die Filme eher Geschichten von Männern, ein zahlenmäßige Übergewicht männlicher Haupt- und Nebenrollen war in allen untersuchten Gruppen deutlich erkennbar. Bei den Fernsehfilmen (Beste Quote und Grimmepreisnominierungen) lag das Gesamtrollenverhältnis bei 1:1,7 bzw. 1:1,8.

Im besten Alter für’s deutsche Fernsehen

Heute geht es im nächsten Schritt um die Altersverteilung der besetzten Schauspielenden. Die ausgewerteten Besetzungslisten entstammen der Datenbank von crew united, dort sind Sprechrollen unterteilt in Haupt-, Neben- und Tagesrollen. Insgesamt sind für die 34 TV-Produktionen 190 Schauspielerinnen und 341 Schauspieler aufgeführt Ja, ein absolutes Männerübergewicht. Das fällt beim Fernsehen gucken nicht so auf? Mag sein. Das ist eben so? Nein! Das öffentlich-rechtliche Fernsehen – und die untersuchten Filme sind allesamt Produktionen vom ÖR – hat nicht den Auftrag, Männerfilme zu produzieren mit Frauen in den Nebenrollen. Damit das keine Missverständnisse gibt: dies ist kein Plädoyer gegen männerzentrierte Geschichten. Volker Schlöndorffs „Das Meer am Morgen“ beispielsweise ist ein sehr guter, berührender Film, der zudem auf einer historischen Begebenheit beruht, die nun einmal einer Gruppe von Männern widerfahren ist, Nur wenn es immer wieder so ist, dass in jeder untersuchten Gruppe von Filmen Frauenrollen in der deutlichen Minderheit sind, dann läuft etwas falsch. [Weiterlesen – Read On]


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Kunst oder Kommerz, wo arbeiten die Filmfrauen 2012? Teil 1 Die Gewerke – „Give me Art, Give me Money“ Female Filmmakers Part 1: Behind the Camera

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Vor einiger Zeit hatte ich es angekündigt, und jetzt ist es so weit. Heute geht es ausführlicher um die Frauen hinter der Kamera in kommerziell erfolgreichen bzw. preiswürdigen deutschen Kino- und Fernsehproduktionen.
Hierfür untersuche ich für vier Gruppen von Filmen aus dem Jahr 2012 – Top Kassenerfolge im Kino, Nominierungen zum Deutschen Filmpreis, Top Quotenerfolge TV, Nominierungen zum Grimmepreis –die Frauenanteile in 11 Gewerken: Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Ton, Szenenbild, Kostümbild, Maskenbild, Schnitt, Besetzung und Musik. Die prozentuale Repräsentanz von Frauen in den Berufsverbänden bzw. der Datenbank von crew united sind Referenzwerte.

 Arbeitsweise

Im März hatte ich die Top 6 der Kinocharts (deutsche Produktionen) 2012 mit den 6 Nominierungen für den Besten Spielfilm 2012 (Deutscher Filmpreis) verglichen im 6-Gewerke-Check
Es zeigte sich, dass es – nicht wirklich überraschend – männer- und frauendominierte Gewerke gibt und dass sich die Kinoerfolge von den Filmpreisnominierungen unterschieden. Natürlich bilden 2 x 6 Filme keine so große Datenbasis. Deshalb nun die Betrachtung einer größeren Filmmenge und einer größeren Anzahl von Gewerken., 11 statt 6.

6 Datensätze werden also gegenübergestellt: [Weiterlesen – Read On]